Riera wirft götze raus – weltmeister sitzt beim mainz-spiel in der reihe
Mario Götze hatte sich warmgemacht, war einsatzbereit – und durfte trotzdem nicht mit. Eintracht-Trainer Albert Riera strich den Weltmeister kurz vor dem Abpfiff in Mainz komplett aus dem Kader. Die Botschaft: Keiner ist sicher, nicht einmal der Mann, der 2014 das Tor schoss, mit dem Deutschland Weltmeister wurde.
Die Zahl spricht für sich: Götze stand in den ersten drei Spielen unter Riera durchweg in der Startelf, nun folgte der Bruch. „Es spielt keine Rolle, wie der Name ist“, sagte der Coach nach der 0:1-Niederlage. „Ich schaue auf die Charakteristiken, die wir brauchen.“ Gegen Mainz brauchte er offenbar jemand anderen – und setzte stattdessen Hugo Ekitiké und Ansgar Knauff.

Vertrag verlängern, bank drücken – wie passt das zusammen?
Intern laufen die Gespräche über ein Jahr Verlängerung bereits auf Hochtouren. Berater Volker Struth und Sportvorstand Markus Krösche haben sich laut BILD-Informationen weitgehend einig. Doch wer verlängert, will auch spielen. Götze gibt den jungen Profis Tipps, ist Kümmerer und Leitfigur – auf der Bank verliert er an Einfluss. Die Hierarchie im Kader verschiebt sich, während der Klub parallel um einen neuen Vertrag wirbt.
Arthur Theate trug in Mainz die Kapitänsbinde, obwohl er erst seit Januar dabei ist. Robin Koch fehlte gelbgesperrt, Rasmus Kristensen verletzt. Hätte Theate ausgefallen, wäre die Binde an Jonathan Burkardt gegangen – beim Ex-Mainzer also genau der Gegner, vor dem er einst jubelte. Ironie des Fußballs: Wer die Binde trägt, entscheidet der Trainer – nicht die Vita.
Riera betont, er treffe „mutige Entscheidungen“. Mutig ist es, einen Weltmeister aus dem Kader zu lassen, während die Vertragsverhandlungen laufen. Mutig ist es auch, eine Niederlage in Kauf zu nehmen, um ein Signal zu setzen. Die Frage ist nur: Wie lange hält Götze das durch? Sein Vertrag läuft im Sommer aus, andere Klubs beobachten. Wer jetzt zögert, verliert vielleicht mehr als nur einen Spieler – sondern ein Stück Identität.
