Bvb-frauen stolpern ins cl-aus: 25:31 gegen ferencváros lässt hamm erzittern

854 Zuschauer, eine Arena voller Hoffnung – und dann das: 25:31. Die Handball-Frauen des BVB verpatzen das Champions-League-Hinspiel gegen Ferencváros so richtig, lassen im heimischen Hamm eine 6-Tore-Pleite stehen und damit auch die Favoritenrolle sausen.

Henk groener schaut enttäuscht, seine mannschaft schaut leer

Die Ungarinnen starten druckvoll, Dortmund antwortet nur mit Außenbällen – Mitte läuft nichts, Kreisläuferinnen verschwinden im Gedränge. Dana Bleckmann gleicht in der 21. Minute zum 9:9 aus, aber dann folgen fünf Minuten ohne BVB-Treffer. Ferencváros zieht weg, Deborah Lassource vergibt kurz vor dem Pausenpfiff einen Siebenmeter – der Ball kratzt an der Latte, statt 11:13 steht es 10:13.

Die zweite Hälfte beginnt mit einem 3:0-Lauf der Gastgeberinnen, Kelly Vollebregt erzielt in der 46. Minute sogar das 21:21. Doch die Budapester haben Antworten parat: Petra Simon und Katrin Klujber treffen aus jeder Lage, bauen binnen acht Minuten wieder eine Vier-Tore-Führung auf. Am Ende fehlt jede Durchschlagskraft, Dortmund kassiert noch zwei Gegentore – 6 Tore Rückstand, kaum mehr Polster für das Rückspiel.

Wurfquote offenbart das problem: 50 % reichen nicht in der königsklasse

Wurfquote offenbart das problem: 50 % reichen nicht in der königsklasse

Lara Egeling trifft achtmal, genau wie Simon auf der Gegenseite. Doch während Ferencváros mit 62 % Trefferquote glänzt, bleibt der BVB bei mageren 50 % hängen – jeder zweite Wurf verpufft wirkungslos. Groener sprach nach Abpfiff von „fehlender Effizienz“, doch das ist untertrieffen: Die Schwarz-Gelben verlieren auch die zweiten Bälle, 13 technische Fehler schlagen sich direkt in Kontertreffern nieder.

Die Rechnung ist gnadenlos: Wer in der CL nicht trifft, fliegt – und genau diese Schmach droht nun am 28. März in Budapest. Anstoß ist um 16:00 Uhr, Ort ist die Elek Gyula Aréna, ein Kessel, der selbst erfahrene Teams verschlingt. Für Dortmund heißt es: sechs Tore aufholen oder Saisonende – sportlich wie europäisch.

Die Fans sangen bis zum Schluss, doch ihre Stimmen verloren sich in der kalten Halle. Die Spielerinnen schlurften mit gesenktem Kopf in die Kabine – sie wissen: Das Rückspiel wird kein Spaziergang, sondern eine Reise ans Limit. Und die Uhr tickt bereits laut.