Füchse berlin gegen veszprem: krickau schickt seine jäger in die letzte schlacht
Die Max-Schmeling-Halle wird am Mittwochabend zur Gluthitze. Füchse Berlin muss den ungarischen Riesen Veszprem mit zwei Toren besiegen, sonst ist der Traum vom Final Four vorbei. Trainer Nicolej Krickau hat die Bremse rausgenommen: „Wir müssen gewinnen. Punkt. Alles andere zählt nicht.“
Krickau fordert lernwunder nach dem 34:35
Die Zahlen brennen noch in den Köpfen. Fünf Tore führten die Füchse in Veszprem, am Ende lachten die Ungarn. Krickau hat die Niederlage Stück für Stück zerlegt. Sein Fazit: „Wir haben zu langsam gelernt.“ Gemeint ist die Abwehr, die immer wieder dieselben Löcher fand. Die Deckung lief dem Ball hinterher, statt zu lesen. Torhüter Mathias Gidsel bekam Schüsse aus drei Metern an den Kopf geballert. „Wir brauchen Stopps, sonst können wir nicht ins Tempolaufen kommen“, sagt der Coach.
Die Lösung nennt er „Antizipation“. Kein Fremdwort, aber ein scharfes Schwert. Seine Spieler sollen die Veszprem-Muster erkennen, bevor sie entstehen. „Wenn wir erst reagieren, ist es zu spät. Veszprem spielt zu schnell für Reaktion“, warnt Krickau.

Ein tor reicht – wenn veszprem unter 34 bleibt
Die Rechnung ist simpel, aber gemein. Gewinnt Berlin 35:34, reicht das. Bei 36:35 fliegen die Füchse trotzdem raus. „Wir spielen auf Sieg, nicht auf Rechnerei“, betont Krickau. Seine Spieler haben den deutschen Pokal bereits im Gepäck, das Selbstvertrauen ist greifbar. Doch Veszprem ist kein Bundesliga-Gegner. Die Ungarn haben in der Champions League nur einmal in dieser Saison auswärts verloren – beim FC Barcelona.
Krickau schickt seine Mannschaft mit einem einzigen Auftrag aufs Feld: „Sei hungriger als der Gegner.“ Die Füchse haben nichts zu verlieren, außer eine Saison voller Highlights. Die Halle wird kochen. Die Uhr läuft ab 18.45 Uhr. Danach weiß Berlin, ob der Traum weiterlebt – oder endgültig zerplatzt.
