Aramburu: gelöste heldenfigur muss pausieren – betis-duell ohne schlüsselspieler

Ein Raunen ging durch die Reihen der Real Sociedad-Fans, als bekannt wurde: Jon Mikel Aramburu, der unermüdliche Fels in der Brandung der Hintermannschaft, wird am kommenden Samstag gegen Betis Sevilla aussetzen. Die zehnte gelbe Karte in dieser LaLiga-Saison besiegelte sein Schicksal – eine wohlverdiente, wenn auch unglückliche Pause für den Mann, der sein Team fast unermüdlich durch die Saison getragen hat.

Die unermüdliche maschine: aramburus unglaubliche ausdauer

Aramburu war unter Pellegrino Matarazzo in 19 von 21 Partien in der Startelf zu finden, oft über die volle Distanz. Nur in zwei Spielen wurde er erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Die schwere Verletzung von Álvaro Odriozola zwang ihn, noch mehr Verantwortung zu übernehmen und seine Leistungen konstant auf höchstem Niveau zu halten. Seine Einsatzbereitschaft ist schlichtweg bemerkenswert, besonders angesichts der Tatsache, dass er zudem in zwei Länderspielen im März zum Einsatz kam.

Das Spiel gegen Sevilla offenbarte erneut Aramburus Widerstandsfähigkeit. Bei der Abwehr gegen Ejuke geriet er ins Schwimmen, doch er kämpfte sich zurück. Eine strittige Gelbe Karte – Luis García Plaza forderte den roten Karton, der jedoch nicht ausgesprochen wurde – zwang ihn, sich noch mehr auf seine Defensivaufgaben zu konzentrieren. 3.128 Minuten – so viele Einsatzminuten hat Aramburu in dieser Saison bereits auf dem Konto, mehr als jeder andere Feldspieler der Mannschaft. Nur Sergio Gómez und Mikel Oyarzabal können ihm in dieser Statistik gefährlich werden.

Eine pause, die guttut: blick nach vorn

Eine pause, die guttut: blick nach vorn

Nach dem Duell gegen Betis in Anoeta winkt Aramburu eine verdiente Verschnaufpause. Die anstehenden Spiele gegen Girona und Valencia bieten ihm die Möglichkeit, sich zu erholen und neue Kräfte zu sammeln. Vor allem das Auswärtsspiel in Girona am Donnerstag wird ihm gelegen kommen, ebenso wie das Heimspiel gegen Valencia am Sonntag. Sollte er auch diese Partien komplett spielen, wird er seinen persönlichen Rekord von 3.352 Minuten aus der Vorsaison übertreffen.

Die Abwesenheit Aramburus wird ein herber Verlust für die Real Sociedad sein. Doch seine Leistungen in dieser Saison haben gezeigt, dass er ein unverzichtbarer Baustein für das Team ist – ein Spieler, dessen Engagement und Einsatzbereitschaft seinesgleichen suchen. Die Pause könnte ihm und seinem Team letztlich sogar zugute kommen, indem sie ihm die Möglichkeit gibt, mit neuer Energie und Konzentration in die entscheidenden Endspiele der Saison zu gehen. Die Frage ist nicht, ob er zurückkommt, sondern wann er wieder sein volles Potenzial entfalten wird.