Hoffmann jagt die spitze: nur 10 sekunden fehlen zum coup

Helen Hoffmann hat die Langlauf-Saison mit einem Faustschlag beendet. In Lake Placid sprintete die 24-Jährige auf Rang acht, nur 10,5 Sekunden trennten sie von der Siegerin Jonna Sundling – ein Ergebnis, das im deutschen Lager für ein kollektives Aufatmen sorgt.

Der tag, an dem diggins stürzte und hoffmann aufstand

Der tag, an dem diggins stürzte und hoffmann aufstand

Die 20 Kilometer Massenstart begannen gemächlich, fast schon gemütlich. Dann schalteten Sundling, Svahn und Weng einen Gang höher. Pia Fink rutschte zurück, Hoffmann blieb dran. Bis einen Kilometer vor dem Ziel. Da rissen die Schwedinnen und Norwegerinnen das Tempo erneut an, Hoffmann musste passen. Dennoch: Ein Achterplatz nach dieser Attacke ist kein Trostpreis, sondern ein Statement.

Die Szene des Tages lieferte Jesse Diggins. Die US-Amerikanerin, die nach eigener Ankündigung ihre letzte Saison bestreitet, stürzte 200 Meter vor dem Ziel. Zwölfte wurde sie, Tränen im Schnee, Applaus der Fans. Ihre Karriere endet mit einem Fall – und mit einem Symbol: Selbst die Größten können das Eis nicht bezwingen.

Für das deutsche Team bleibt eine gemischte Bilanz. Coletta Rydzek wurde 39., Katherine Sauerbrey gab auf. Die Zahlen: 1:49 Minuten Rückstand für Fink, 3:34 Minuten für Rydzek. Doch die wirkliche Zahl lautet 10,5. So wenig fehlte Hoffmann. Das ist keine Lücke, das ist eine Ansage fürs nächste Jahr.