Lausitzer füchse retten serie mit overtime-kracher: 4:3 in kassel
Kassel – 75 Minuten Eishockey, drei Führungswechsel, zwei blutige Nasen, ein goldener Treffer: Die Lausitzer Füchse haben sich im dritten Playoff-Duell der DEL2-Viertelfinalserie gegen die Kassel Huskies mit 4:3 nach Verlängerung durchgebissen und die „Best-of-Seven“ noch einmal offengehalten. Kyle Havlena schoss die Sachsen um 21.28 Uhr aus dem Auswärtskessel – und machte den 1:2-Zwistendstand zunichte.
Knobloch-doppelschlag nach 13 sekunden
Die Partie begann wie ein Furioso. Tom Knobloch traf nach zwölf Minuten zum 1:0, schraubte nur Sekunden später das 2:0 nach – zwischen beiden Treffern lagen exakt 13 Sekunden – und John Broda besiegelte mit dem 3:0 nach 19 Minuten einen Drittel-K.o. der Huskies. Kassel wirkte wie gelähmt, die 3.400 Fans in der Eissporthalle schwiegen schockartig.
Doch die Lausitzer legten sich im Mitteldrittel schlafen. Dominic Turgeon kürzte auf 1:3, Simon Schütz sorgte mit dem 2:3 für Spannung. Als Bode Wilde in der 48. Minute den 3:3-Ausgleich erzielte, war das Spiel komplett gedreht – und die Füchse erneut in Schieflage.

Faustkampf in der overtime
Die Verlängerung entwickelte sich zur Schinderei: Checks gegen die Bande, Ellbogengeplänkel, zwei Strafzeiten wegen Raufen. Die Huskies scheiterten zweimal an Füchse-Keeper Kevin Reich, der mit 41 Paraden den Unterschied machte. In der 75. Minute nutzten die Gäste eine zweifache Überzahlsituation: Havlena nahm einen Abpraller aus dem Slot mit und zog trocken ins Kreuzeck – Kassels Keeper Mathias Lange war chancenlos.
Die Serie lebt: Am Dienstag (19.30 Uhr) empfangen die Lausitzer die Huskies erneut in der Lausitz – diesmal mit Heimrecht und Rückenwind. Die Füchse haben bewiesen, dass sie nicht nur schnell starten, sondern auch lange durchhalten können. Für Kassel bleibt die Erkenntnis: Eine 3:0-Führung reicht nicht, wenn die eigene Defensive einschläft.
