Salzarulo spart sich den saisonstart: sperre gekürzt, lugano jubelt

Die Disziplinarkommission der Swiss Football League hat zugegriffen und die Sperre für Michele Salzarulo um ein Spiel verkürzt. Der Co-Trainer des FC Lugano fehlt zwar noch in den restlichen drei Pflichtspielen dieser Saison, doch das erste Match der neuen Spielzeit darf er von der Bank aus mitgestalten – ein Detail, das den Tessinern wichtiger ist als jedes Sommertransfergerücht.

Der platzverweis gegen thun war erst der anfang

Im Heimspiel gegen den FC Thun hatte Salzarulo die Nerven verloren. Ein unsportliches Verhalten gegenüber einem gegnerischen Akteur führte zum roten Karton, die SFL sprach daraufhin fünf Spiele Sperre aus. Lugano legte Einsprache ein – und der Einzelrichhtter stellte sich auf die Seite des Clubs. Die Begründung bleibt intern, die Folge ist messbar: ein Spiel weniger Sperre, ein zusätzlicher Heimvorteil im Juli.

Das Restprogramm der Tessiner liest sich wie eine kleine Horror-Tour. Es geht nach St. Gallen, dann empfängt man den abstiegsbedrohten FC Sion, ehe es zum Saisonfinale nach Basel geht. Drei Gegner, drei unterschiedliche Brisanz. Ohne Salzarulo an der Seitenlinie wird Trainer Mattia Croci-Torti auf seinen Assistenten verzichten müssen – ein Fakt, der gerade in hitzigen Derbys durchaus ins Gewicht fällt.

Warum das verfahren so schnell ging

Warum das verfahren so schnell ging

Die SFL nutzte ein beschleunigtes Verfahren, weil nur noch wenige Spieltage auf dem Kalender stehen. Ein Urteil nach Saisonende wäre für alle Beteiligten wertlos gewesen. Die Reduktion der Sperre kommt damit quasi just in time – für Lugano ein kleiner Sieg im Saisonendspurt, für Salzarulo eine Lektion in Sachen Selbstkontrolle.

Die Tabelle der Super League ist weiterhin eng zusammengeschoben. Für Lugano geht es um nichts Geringeres als die Qualifikation für die Conference League. Jeder Punkt, jede Emotion, jede Randnotiz zählt. Salzarulo wird die entscheidenden Wochen vor dem Fernseher verbringen – und dann, wenn die neue Saison beginnt, wieder auf der Bank sitzen. Die Kurve ist geklärt, der Fokus liegt jetzt auf dem Klassenerhalt. Der Rest ist reine Schadensbegrenzung.