Flaccadori und magnini stoppen drop-out-welle in mailänder schulen
Keine leeren Sporthallen mehr. Die Mittelstufe „S. Caterina da Siena“ in Mailand wurde zur zweiten Station von Sport e Salute und Adidas, um Jugendliche am Sport festzuhalten – mit Basketballprofi Diego Flaccadori und Schwimm-Weltmeister Filippo Magnini als Star-Coaches.
Warum gerade jetzt?
Die Quote der 13- bis 15-Jährigen, die Sport abtreten, klettert in Italien auf 42 %. Die Pubertät ist die gefährliche Brücke, auf der Motivation abrutscht. Das Programm „Scuola Attiva Junior“ spannt ein Seil aus Bewegung, Gespräch und Vorbildern – und lässt die Kids wieder über das eigene Talent balancieren.
Flaccadori warf mit ihnen Körbe, Magnini zeigte Atemübungen aus dem Schwimmbecken. Zwischen Tipp-Off und Tauchgang entstand ein Mikrokosmos aus Schweiß und Selbstvertrauen. „Ihr müsst nicht perfekt sein, nur dabei bleiben“, sagte Magnini. Die Kids hörten nicht einen Europameister, sie hörten den älteren Bruder, der schon mal unterging und wieder auftauchte.

Sechs stops, ein ziel
Die Tour touchiert noch Turin, Bari, Cagliari und Palermo. An jeder Station gibt es ein anderes Fitness-Modul, aber dieselbe Mission: keine Ausreden, nur Ausdauer. Die Schule bekommt dafür ein Toolkit: Übungspläne, psychologische Leitfäden und Video-Botschaften der Athleten, die Lehrer später im Klassenzimmer abrufen können.
Die Zaformel ist simpel: 45 Minuten Körper, 15 Minuten Kopf. Danach sitzen die Schüler nicht mehr nur vor dem Whiteboard, sie stehen in der Mitte ihrer eigenen Geschichte. Adidas liefert die Schuhe, der Staat die Infrastruktur – und die Kids liefern den Funken, der sonst im Schulflur erlischt.

Die stimme, die bleibt
Flaccadori packte seine Koffer, Magnini signierte letzte Caps. Bleibt das Echo: „Wenn ihr mal denkt, es reicht nicht – denkt an heute.“ Die nächste Statistik wird zeigen, ob die Worte reichen. Die Mailand-Jugend hat auf jeden Fall schon einmal entschieden: Die Halle war nach der dritten Stunde voller als vor der ersten. Wer jetzt noch sagt, Sport taugt nichts, hat verpasst, wie ein ganzer Jahrgang lachte, während er press-ups machte. Zahlen lügen nicht – und manchmal erzählen sie die schönste Geschichte.
