Fis-kalender verrät: mehr technik für die männer!
Die internationale Ski-Föderation (FIS) hat den Weltcupkalender für die Saison 2026/27 vorgelegt – und er wirft Fragen auf. Während die Damen auf 40 Rennen zählen können, plant die FIS für die Herren gleich drei Rennen mehr. Ein Ungleichgewicht, das für Diskussionen sorgen dürfte.

Traditionell stark: sölden eröffnet die saison
Wie gewohnt wird die Saison mit den Riesenslaloms in Sölden eröffnet. Am 24. Oktober stürzen sich die Damen erstmals ins Rennen, einen Tag später folgen ihre männlichen Kollegen. Ein Klassiker, an dem sich auch im kommenden Winter nichts ändern wird. Die Fans dürfen sich schon jetzt auf packende Duelle am Tofan freuen.
Doch die Überraschung kommt mit den Slalom-Rennen. In Levi werden sich die Spezialisten tummeln, während Gurgl eine Woche später nochmals für Slalom-Action bei Damen und Herren sorgt. Die Stangenwälder werden also gehörig strapaziert.
Die Speed-Events finden dieses Mal in Übersee statt. Copper Mountain ist Austragungsort für den Super-G der Männer, während die Damen in Beaver Creek eine Abfahrt bestreiten werden. Die Fans dürfen sich auf atemberaubende Fahrten und spannende Rennen freuen.
Die Verteilung der Rennen zeigt deutlich: Die Herren bekommen mehr Technik-Rennen. Zehn Abfahrten und Super-Gs sind geplant, während die Slalom-Spezialisten gleich 13-mal zum Zug kommen. Bei den Damen ist die Verteilung ausgeglichener: Neun Abfahrten und Super-Gs, zwölf Riesenslaloms und zehn Slaloms stehen auf dem Programm.
Ein besonderes Augenmerk gilt dabei Wendy Holdener, die auch in der kommenden Saison um die Kristallkugeln kämpfen will. Ob sie die Konkurrenz übertrumpfen kann, bleibt abzuwarten. Auch Matic Klansek wird mitfiebern und seine Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Die Entscheidung der FIS, den Herren mehr Rennen zu gewähren, könnte eine Reaktion auf die steigende Popularität der Technikdisziplinen sein. Bleibt zu hoffen, dass diese Entwicklung sich positiv auf die Attraktivität des Ski Alpin auswirkt und neue Fans für den Wintersport begeistert. Die Gesamtwertung verspricht jedenfalls Spannung pur.
