Fis-umwälzung: athleten drängten auf neuanfang – ginnis packt aus

Die Skigrößen der Welt haben das Ruder übernommen. Nach Jahren der Unzufriedenheit und verfehlter Versprechen ist Johan Eliasch als FIS-Präsident abgesetzt worden. Im Exklusivinterview mit BR24 Sport enthüllt Athletensprecher AJ Ginnis die Hintergründe der Machtverschiebung und spricht über den wachsenden Druck aus der Athletengemeinschaft.

Der preis für gebrochene versprechen

Die Entscheidung für Alexander Ospelt als neuen Präsidenten fiel nicht ohne Grund. Die Athleten, angetrieben von Figuren wie Marco Odermatt und Mikaela Shiffrin, hatten genug von leeren Zusagen und mangelnder Transparenz. „Es gab 18 Monate, in denen sich Probleme auftürmten“, erklärt Ginnis. „Versprechen wurden gemacht, die schlichtweg nicht eingehalten wurden.“ Die Enttäuschung kulminierte beim FIS-Kongress in Portorož, wo der Unmut offenkundig wurde.

Die finanzrecherche, die für aufsehen sorgte

Die finanzrecherche, die für aufsehen sorgte

Ein entscheidender Faktor war Ginnis' eigene Finanzrecherche, die einen drastischen Rückgang des Vermögens der FIS unter Eliaschs Führung aufdeckte – von 130 auf lediglich 43 Millionen Franken. „Es war unheimlich schwer, an Informationen zu kommen“, so Ginnis. Die mangelnde Transparenz in finanziellen Belangen und Investitionen war ein zentraler Kritikpunkt der Athleten.

Mehr als nur ein machtwechsel

Mehr als nur ein machtwechsel

Doch es geht um mehr als nur den Wechsel an der Spitze. Es geht um eine neue Kultur, um Vertrauen und um die Einhaltung von Zusagen. Ginnis betont, dass er nicht gegen jemanden kämpfen will, sondern gemeinsam mit der FIS eine positive Entwicklung vorantreiben möchte. „Wir wollen nicht gegen jemanden kämpfen, sondern gemeinsam mit der FIS in eine Richtung arbeiten.“ Der gebürtige Grieche hat ein gutes Gefühl bei dem neuen Präsidenten Ospelt.

Schwarzbach: