Barcelona zieht den kriegspfad gegen florentino: klage wegen übler nachrede ist raus
Der FC Barcelona hat am Freitagmittag mit einem handfesten Rechtsgang für Donnerwetter gesorgt. Florentino Pérez, Präsident des Erzrivalen Real Madrid, sitzt fortan im Kreuzverhör der Justiz – die Katalanen haben eine vorsorgliche Conciliación beantragt und signalisieren damit, dass sie zur vollständigen Strafanzeige wegen übler Nachrede bereit sind.
Was genau steht im schreiben?
Laut offiziellem Schreiben geht es um Äußerungen, die Pérez am 12. Mai in der Pressekonferenz fallen ließ sowie in einem Interview des Folgetags. Barcelona wirft ihm vor, „mit Wissen um die Unwahrheit“ gezielt die Ehre des Klubs beschädigt zu haben. Die Rechtsabteilung des Vereins beruft sich dabei auf Artikel 205 des spanischen Strafgesetzbuchs – ein Paragraf, der Verleumdung mit Strafen von bis zu zwei Jahren Gefängnis ahndet, wenn die Täterin oder der Täter die Falschaussage kannte.
Die erste Hürde ist die obligatorische Güteverhandlung. Kommt Pérez dort nicht zurück, folgt die Querella – die formelle Strafanzeige. Noch schweigt der Bernabéu zu dem Vorwurf, doch intern ist man empört, wie übereinstimmende Quellen aus dem Umfeld Madrids verlauten lassen.

Warum jetzt und warum so hart?
Barcelona reagiert damit auf eine Eskalation, die in den vergangenen Wochen kaum jemand so kommen sah. Die Worte Pérez‘ hatten die ohnehin brisante Liga-Endphase zusätzlich angeheizt. Für die Blaugrana geht es nicht nur um Image, sondern auch um die Frage, wie viel Schmutzkampf im modernen Profifußball noch erlaubt ist. „Wir lassen uns nicht länger diffamieren“, zitiert die Vereinsführung aus dem internen Rundschreiben.
Am Ende bleibt eine klare Botschaft: Barcelona zieht nicht mehr nur mit Toren, sondern mit Anwälten in den Clásico. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt – vier Tage vor dem letzten Spieltag, wo die Meisterschaft noch offen ist. Der Schachzug könnte das Kraftverhältnis im spanischen Fußball langfristig verschieben.
