Cristiano ronaldo fliegt mit 41 jahren erneut zur wm – und will geschichte schreiben
Der Rekordjäger lässt sich nicht abschütteln. Während andere mit 41 Jahren die Knie bandagieren und auf die U35-Kreisliga warten, sitzt Cristiano Ronaldo im Privatjet Richtung Miami und lacht über alle Rücktritts-Propheten. Nach Katar 2022, nach dem bitteren Aus gegen Marokko, nach all den Tranen der Fans – er ist zurück. Fünfte WM? „Ich fühle mich sehr gut. Habt ihr die letzten Spiele nicht gesehen?“ Seine Antwort klingt wie ein Spiegel vor die Nase all jener, die ihn schon abgeschrieben hatten.
Der kader trägt neue namen, doch die ikone bleibt
Trainer Roberto Martínez hat den goldenen Schnitt gefunden: Al-Nassrs Stürmerstar darf weiter die Kapitänsbinde tragen, während João Neves, Nuno Mendes und Vitinha das Tempo vorgeben. Das 2:1 gegen Chile und das 2:1 gegen Nigeria waren keine Galavorstellungen – Ronaldo blieb blass. Doch wer genau hinsah, sah den alten Biss: abgesteckte Räume, Kommandos in drei Sprachen, ein Kopfnick zur richtigen Sekunde. Statistiken erzählen nur die halbe Wahrheit.
Die Qualifikation lief wie geschmiert. Elf Siege, drei Remis, null Niederlagen. Dahinter steckt eine simple Devise: „Die Gruppe als Erster beenden, dann sehen wir weiter.“ Klingt nüchtern, ist aber pure Erfahrung. Portugals Weg führt durch Kongo, Usbekistan und Kolumbien – kein Selbstläufer, aber machbar. Die wahre Herausforderung beginnt im Achtelfinale.

Zwischen show und stabilität
Kritiker werfen ihm vor, den Kader zu spalten: die CR7-Fraktion und die Jungen Wilden. Dabei hat Ronaldo längst gelernt, nicht mehr jede Szene zu beherrschen, sondern die entscheidenden. Im Training sprintet er zehn Meter weniger, dafür aber mit 0,3 Sekunden mehr Knall. Das reicht. Die Zahlen bestätigen es: In 43 Pflichtspielen für Al-Nassr schoss er 43 Tore, lieferte 12 Assists. Das Alter ist eine Illusion, solange die Zahlen real sind.
Die Fans in Lissabon winkten ihn am Flughafen aus. Ein Junge hielt ein Schild hoch: „CR7 bis 50!“ Lächerlich? Vielleicht. Aber wer Ronaldo kennt, weiß: Er speist sich ausklusive aus solchen Momenten. In Palm Beach wartet ein Trainingslager, das wie ein High-Performance-Labor aussieht: GPS-Marken an den Trikots, Eisbadewannen auf 6 Grad, Schlaflabore, die jeden REM-Zyklus tracken. Dort wird entschieden, ob die fünfte WM zur fünften Finalrunde wird.
Die Uhr tickt. Am 17. Juni um 19 Uhr fällt der erste Ball gegen Kongo. Ronaldo wird starten. Die Frage ist nicht mehr, ob er kann – sondern wie lange die Konkurrenz mithalten will. 41 Jahre, fünf Weltmeisterschaften, 130 Länderspieltore. Und er ist noch lange nicht fertig.
