Sané entscheidet gegen usa: karls ausfall schmerzt

Chicago bebte, als Leroy Sané in den letzten Minuten das 2:1 gegen die USA erzielte – ein Tor, das mehr war als nur drei Punkte. Es war ein Zeichen der Zuversicht vor der WM, ein Versprechen, und gleichzeitig ein deutlicher Schmerz über den Ausfall von Youngster Lennart Karl.

Ein platz, zwei träume

Ein platz, zwei träume

Die Nachricht von Karls Verletzung und dem verpassten WM-Turnier traf das Team wie ein Schlag. Der 19-Jährige, als Hoffnungsträger gehandelt, muss nun von der Seitenlinie aus zusehen. Sané, der nun in seine Rolle schlüpfen muss, zeigte sich tief betroffen. „Lenny ist ein super Junge, ein super Fußballspieler. Es tut mir persönlich weh, dass sein Traum geplatzt ist“, erklärte der 30-Jährige sichtlich bewegt.

Doch Sané ließ sich nicht unterkriegen. Er nutzte die Chance, die ihm geboten wurde, und bewies, dass er auch weiterhin zu den Leistungsträgern der Nationalmannschaft gehört. Mit seinem 17. Länderspieltor im 76. Einsatz sicherte er dem DFB-Team den Sieg und gab ein klares Signal an Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Lothar Matthäus, Rekordnationalspieler, lobte Sanés Leistung bei „RTL“ überschwänglich: „Er ist ein Spieler, der das Unglaublichste macht – oder man sieht ihn nicht. Und das ist auch unglaublich bei seinen Fähigkeiten.“ Ein Kompliment, das von Nagelsmann aufgegriffen wurde. „Lothar hat es schon 200-mal gesagt, ich schon 300-mal, dass er alles mitbringt, was ein Topfußballer braucht“, seufzte der Bundestrainer. „Er soll sich einfach von der Leine lassen – dann kann er viel Freude bereiten.“

Sanés Teamgeist beeindruckte nicht nur auf dem Platz. Sein abschätziger Schulterzucken nach dem Spiel, als er sagte: „Ist mir egal, es ist fürs Team wichtiger, dass alle an einem Strang ziehen“, verdeutlichte seine Reife und seinen Fokus auf das Kollektiv. Auch der vermeintliche „Tritt in den Hintern“ von Deniz Undav wurde mit Humor genommen, ein Zeichen für die gute Stimmung im Team.

Die WM in Curacao naht, und mit ihr die Chance für Sané, seine Kritiker endgültig zum Schweigen zu bringen. Nach den Enttäuschungen von 2018 und 2022 ist es nun an ihm, die deutsche Mannschaft voranzuführen und zu Höchstleistungen zu führen. Doch bevor es so weit ist, gilt es, den Schmerz um Lennart Karl zu bewältigen und aus der Situation die positiven Schlüsse zu ziehen.

Denn wie Sané selbst betonte: „Wir wollen und werden voll angreifen.“