Donnerstag wird zur sport-schaltzentrale: roma-derby, fiorentina im europacup und paralympics live
12. März 2026, 18.45 Uhr – da kollidieren zwei Weltkrieg-Hefte in einem einzigen Kick: Bologna gegen Roma. Das Europa-League-Achtelfinale ist mehr als ein Ticket fürs Viertel, es ist die Replik auf jene 1:3-Pleite vom Oktober, die die Giallorossi in der Lira-Ära noch nagt. Neben dem Stadio Renato Dall'Ara flackert dieselbe Uhrzeit auf sieben weiteren Kanälen, doch hier brennt der Bildschirm am hellsten.
Der frauenpokal als vorgeschmack – roma-inter um 18 uhr
Schon 45 Minuten vor dem Knall gibt es die erste Römer-Einlage. Im Coppa Italia empfangen die Roma Femminile die Nerazzurre. Sky Sport Calcio schaltet live – ein kleiner Knopf, große Bedeutung. Gewinnt das Team von Trainer Spugna, steht das Halbfinale vor der Tür, und das Budget für die nächste Saison bekommt einen null hinten dran. Die Frauen liefern den Ton an, bevor die Männer die Bühne betreten.
Parallel dazu jagt die Fiorentina den polnischen Außenseiter Raków Częstochowa. Die Conference League ist für Vincenzo Italiano kein Trostspiel, sondern der kürzeste Weg nach Basel. Er will endlich den Titel, den Prandelli einst verpasste. Florenz ist um 21 Uhr gefordert – und die Fans wissen: Ein Weiterkommen wäre ein Monatsgehalt für die Stadtkasse.

Paralympics und quali-träume jenseits des runden leders
Zwischen den Pausentönen servieren die Paralympics die wahre Sport-Metapher. Die Leichtathletik-Finale ab 14 Uhr auf Eurosport: Sprint mit Prothesen, Weitsprung aus dem Sitzen – Geschichten, die jeden Quotenrekord der Champions League alt aussehen lassen. Um 20.30 Uhr rollt dann die Qualifikation für die Frauen-WM im Basketball. Deutschland trifft auf Ungarn – ein Sieg, und die DBB-Auswahl spart sich den Umweg über die Wildcard.
Doch zurück zum grünen Teppich. Warum plagen sich die Serie-A-Klubs seit Jahren in der Königsklasse? Vier Zahlen sagen mehr als 90 Minuten Geschwafel: Marktwert-Minus von 1,2 Milliarden in fünf Jahren, durchschnittlicher Alteraufstieg auf 27,3 Jahre, nur 37 % Ballbesitz gegen Top-Teams und – die Killer-Stat – 0,8 Tore pro Spiel aus offenem Spiel. Kein Wunder, dass die italienische Hymne im Achtelfinale schon wieder Beifall klingt.
So sieht der marsch durch den senderdschungel aus
18.00 Uhr: Roma-Inter (Frauen) – Sky Sport Calcio, NOW. 18.45 Uhr: Bologna-Roma – Sky Sport Uno & 4K. 18.45 Uhr: Direkta Gol-Konferenz – Sky Sport 251. 21.00 Uhr: Fiorentina-Raków – Sky Sport Uno. 21.00 Uhr: Nottingham-Midtjylland – TV8 (Free-TV). Wer nicht zappen will, greift zur NOW-Supersport-Week für 29,99 € – günstiger als ein Bier und ein Burger im Stadion.
Am späten Abend folgt Argentinien: Huracán gegen River Plate um 1.30 Uhr auf Sportitalia. Der Tango nach Europas Mitternacht – perfekt für alle, die den Schlaf ohnehin verpennen wollen. Und weil das Universum Humor hat, läuft parallel in der Copa Libertadores Medellín gegen Juventud. Fußball, non stop, bis der Wecker klingelt.
Der 12. März liefert keine Erfindung, keine Leere. Er liefert ein Kaleidoskop aus Rohstoff: Drama, Historie, Comeback, Gold. Wer heute den Fernseher stumm stellt, verpasst nicht nur Tore – er verpasst die Antwort auf die Frage, warum wir diese Sport-Sucht überhaupt füttern. Ich bin Stefan Fischer, und ich werde bis 2 Uhr wach bleiben – nicht aus Pflicht, sondern aus purer Gier.
