Pochettino enthüllt: egos und messi-taktik-streit im psg-chaos!
Paris – Mauricio Pochettino hat die Spreu vom Weizen getrennt: Seine Zeit beim Paris Saint-Germain war nicht nur von Star-Allüren geprägt, sondern auch von einem regelrechten Taktik-Konflikt zwischen Lionel Messi, Kylian Mbappé und ihm selbst. Der frühere PSG-Trainer packt in einem Interview mit The Overlap aus und offenbart, wie schwierig es war, die drei Superstars in ein funktionierendes Team zu integrieren.
Mbappé versus messi: ein unlösbares puzzle?
Pochettino schildert, dass Messi eine Spielweise bevorzugte, die auf Ballbesitz, geduldigen Aufbau und präzisen Kombinationen basierte – ein Spiel, das dem argentinischen Weltmeister liegt. „Messi wollte den Ball, um zu passen und zu dribbeln. Er hat die Klasse dazu“, so Pochettino. Doch diese Vorlieben kollidierten mit den Ansprüchen an Mbappé. Der Franzose wiederum suchte vor allem nach schnellen Kontern und direkten Durchbrüchen. „Wenn wir für Mbappé spielten, konnten wir nicht für Messi spielen“, erklärt Pochettino offen.
Der Konflikt kulminierte in Momenten, in denen Mbappé sich beschwerte, er könne seine Schnelligkeit nicht ausspielen, wenn das Spiel zu sehr auf Messi zugeschnitten war. „Er sagte: 'Meine Qualität ist es zu laufen, aber ich kann es nicht'“, erinnert sich Pochettino. Neymar, so der Trainer, stellte da eine Ausnahme dar, da dieser ebenfalls ein Ballbesitz-orientiertes Spiel bevorzugte. Die schiere Qualität der Spieler machte die Situation zwar beeindruckend, doch die unterschiedlichen Spielvorstellungen machten die Umsetzung einer gemeinsamen Strategie nahezu unmöglich.

Titel trotz chaos: ein pyrrhussieg?
Trotz des internen Chaos und der taktischen Uneinigkeit konnte Pochettino mit PSG in der Saison 2021/2022 die Ligue 1, den Coupe de France und den Trophée des Champions gewinnen. Doch der bittere Ausschluss in der Champions League gegen Real Madrid im Achtelfinale offenbarte die tieferliegenden Probleme. Die Entlassung Pochettinos folgte kurz darauf – ein deutliches Zeichen dafür, dass Titel allein nicht ausreichen, wenn die Mannschaft nicht geschlossen agiert. Die Geschichte zeigt: Selbst mit einem Kader voller Weltklassespieler ist der Erfolg nicht garantiert, wenn die Chemie im Team nicht stimmt.
