Chaos im abstiegskampf: ungleichzeitige ansetzungen sorgen für kritik!

Die Spannung im Bundesliga-Keller ist kaum auszuhalten, doch nicht nur die sportlichen Leistungen, sondern auch die Rahmenbedingungen werfen Fragen auf. Die Entscheidung der Liga, die Spiele des 33. Spieltages nicht mehr parallel auszutragen, sorgt für wachsende Unzufriedenheit bei den Fans und wirft ein schlechtes Licht auf den Wettbewerb.

Ein wettbewerbsvorteil durch vorwissen?

Ein wettbewerbsvorteil durch vorwissen?

„Unsere Kurve“, das Fanbündnis, hat seine Kritik an den veränderten Ansetzungen erneut deutlich gemacht. Seit Jahren setzen sie sich für gleichzeitige Anpfiffe am vorletzten Spieltag ein – eine Praxis, die bis 2019/20 üblich war. Der Kern des Problems: Das Wissen um die Ergebnisse der Konkurrenz kann die eigene Leistung beeinflussen. Wer bereits weiß, welches Ergebnis benötigt wird, um seine Ziele zu erreichen, verfügt über einen unfairen Vorteil. Das ist nicht nur fankulturell bedauerlich, sondern gefährdet die Integrität des Wettbewerbs.

Die aktuelle Situation im Tabellenkeller ist besonders brisant. Während der FC St. Pauli bereits am Samstag gegen RB Leipzig ran muss, müssen der VfL Wolfsburg und der 1. FC Heidenheim bis Sonntag warten. Theoretisch kann Heidenheim bereits vor dem eigenen Spiel als Absteiger feststehen, wenn St. Pauli und Wolfsburg zusammen mindestens vier Punkte holen. Aber der springende Punkt: Wolfsburg, der nur aufgrund der besseren Tordifferenz vor St. Pauli liegt, könnte bei einer Hamburger Niederlage in Leipzig exakt berechnen, wie hoch ihre maximale Niederlage gegen Bayern ausfallen darf, um den Relegationsplatz zu vermeiden. Ein Remis am letzten Spieltag würde dann reichen!

Auch die Europapokal-Hoffnungen von Freiburg und Frankfurt werden durch die unterschiedlichen Anstoßzeiten belastet. Für Freiburg, das zudem am Donnerstag noch im Halbfinalrückspiel der Europa League gefordert ist, gab es angesichts des engen Terminkalenders ohnehin keine Alternativen.

Die Verantwortlichen der Liga scheinen die Bedenken der Fans zu ignorieren. Es bleibt zu hoffen, dass diese Entscheidung nicht zu einem weiteren Vertrauensverlust in den deutschen Fußball führt. Denn eines ist klar: Fairness und Chancengleichheit sollten oberste Priorität haben.

Die Forderung ist daher eindeutig: Zurück zu den zeitgleichen Ansetzungen am vorletzten Spieltag – für eine Liga, die dem Geist des Sports gerecht wird.