D'aversa und cuesta liefern sich formationsschach beim 29. spieltag

20:45 Uhr, Olimpico Grande Torino: Die Lichter brennen, die Karten sind offen. D'Aversa schickt den FC Toro in einer 3-4-1-2 mit Paleari im Tor und Vlasic als eingeschobenem Zehner hinter Simeone und Adams. Cuesta antwortet mit einem 3-1-4-2, Suzuki zwischen den Pfosten, Keita als Single-Pivot und Pellegrino/Strefezza als Doppellead.

Die aufstellungen im schnelldurchlauf

Torino: Dreierkette aus Coco, Ismajli und Ebosse, auf den Flügeln Pedersen und Obrador, im Zentrum das Mittelfeld-Duo Ilkhan/Gineitis. Parma setzt auf Delprato, Troilo und Circati in der Abwehr, davor die Viererkette mit Cremaschi, Ordonez, Sorensen und Valeri.

Die Zahl, die alles sagt: 29. Spieltag, Punktgleichheit, nur drei Tore Unterschied im Torverhältnis. Wer heute gewinnt, rückt vor dem direkten Duell auf Platz sieben – und damit in Reichweite der Conference-League-Ränge.

Warum diese aufstellung mehr als ein line-up ist

Warum diese aufstellung mehr als ein line-up ist

D'Aversa vertraut erneut auf Ilkhan, den Youngster, der zuletzt gegen Monza den Siegtreffer markierte – aber auch auf Adams, der nach Adduktorenproblemen wieder fit ist. Die Frage: Hält die physische Dreierkette gegen Pellegrinos Laufstärke? Cuesta wiederum setzt auf Strefezza, der in den letzten fünf Partien vier Mal direkt beteiligt war. Die Parole: früher Ballgewinn, sofortiger Umschlag.

Die Unbekannte im System: Keita. Der 19-jährige Defensivstratege wurde erst im Winter aus Lecce ausgeliehen, hat aber schon 92 % Passquote in den letzten drei Spielen. Wenn er heute die Räume vor der Dreierkette dicht macht, wird Vlasic ins Zentrum gedrängt – genau dort, wo Troilo auf Laufpoker spekuliert.

Kurz vor Anpfiff flattert die letzte Info herein: Der Rasen ist frisch geschnitten, 28 Millimeter Höhe – perfekt für Passspiel, schwierig für Sprintduelle. Das passt Torino, das in dieser Saison 62 % seiner Tore nach Kombinationen über mindestens fünf Pässe erzielt hat. Parma hingegen ist gefährlich nach Balleroberung: 41 % der Gegentore der Granata entstanden nach eigenem Ballverlust in der eigenen Hälfte.

Abpfiff in Turin, 22:30 Uhr. Dann steht fest, ob D'Aversa mit seiner 3-4-1-2 den nächsten Schritt Richtung Europa macht – oder ob Cuestas 3-1-4-2 den Dreher vollzieht und Parma aus dem Nichts wieder ins Rennen wirft. Eines ist klar: Bei Punktgleichheit und diesem Torverhältnis zählt jeder Treffer doppelt.