Füchse berlin: dramatischer final four-sieg nach siebenmeterwerfen!

Berlin brodelt! Die Füchse Berlin haben sich in einem Handball-Krimi der Extraklasse das Ticket für das Final Four der Champions League gesichert. Nach einem nervenzerreißenden Rückspiel gegen den Veszprem HC und einer dramatischen Verlängerung entschied das Siebenmeterwerfen die Partie zugunsten der Hauptstädter – ein Triumph, der die lange Wartezeit auf den ersten Titel in der Königsklasse beendet.

Die entscheidung fiel erst in die verlängerung

Das Hinspiel in Ungarn ging knapp mit 34:35 an Veszprem, doch die Füchse Berlin zeigten im eigenen Fuchsbau eine beeindruckende Leistung. Mit 35:33 (32:31, 17:15) und einer weiteren Runde vom Siebenmeterpunkt sicherten sich die Berliner den Sieg und feierten einen historischen Erfolg. Das Spiel war von Anfang an von Leidenschaft und Kampfgeist geprägt. Berlin erwischte einen furiosen Start und führte bereits früh mit 5:1, baute den Vorsprung bis zur Pause auf sechs Tore aus (17:11). Doch Veszprem ließ nicht locker und verkürzte im zweiten Durchgang kontinuierlich.

Ein offener Schlagabtausch entwickelte sich, bei dem beide Mannschaften immer wieder die Führung übernehmen konnten. In den letzten Sekunden der regulären Spielzeit lag die Entscheidungslinie auf dem Eis – und es ging schließlich ins Siebenmeterwerfen. Dort bewies Mathias Gidsel einmal mehr seine Klasse und verwandelte den entscheidenden Siebenmeter zum frenetischen Jubel der Berliner Fans.

Gidsel schreibt geschichte, milosavljev hält die nerven

Gidsel schreibt geschichte, milosavljev hält die nerven

Mathias Gidsel war mit elf Treffern, darunter der alles entscheidende Siebenmeter, der herausragende Spieler der Partie. Er übertrumpfte damit den Rekord seines Landsmannes Mikkel Hansen und erzielte im Turnierverlauf beeindruckende 144 Treffer. Auch Tim Freihöfer steuerte acht Tore bei, während Dejan Milosavljev im Tor mit zwölf Paraden und einem gehaltenen Siebenmeter überzeugte. Nils Lichtlein, Freihöfer und Tobias Gröndahl trugen ebenfalls zum Sieg bei, indem sie ihre Siebenmeter sicher ins Netz verwandelten.

„Ein brutales Spiel“, nannte Trainer Nicolej Krickau die Begegnung. Die Füchse haben nun bewiesen, dass sie zu den besten Handballteams Europas gehören und dürfen sich auf das Finalturnier in Köln freuen. Der SC Magdeburg, der am Donnerstag ebenfalls sein Halbfinal-Ticket lösen will, wird sicher ein harter Gegner sein.

Die Berliner haben bereits den DHB-Pokal und die deutsche Meisterschaft gewonnen. Der Triumph in der Champions League ist der krönende Abschluss einer erfolgreichen Saison und ein Traum, der endlich wahr geworden ist. Die Sehnsucht der Hauptstadt ist gestillt – der Handball-Himmel über Berlin scheint heute besonders klar.