Bayern kämpft: remis gegen hoffenheim nach champions-league-kratzer

München atmete auf. Nach dem bitteren Ausscheiden in der Champions League gegen Barcelona und dem darauffolgenden Schock hat der FC Bayern München am Sonntag ein 1:1-Unentschieden gegen die TSG 1899 Hoffenheim erreicht. Ein Punkt, der die Meisterschaft zwar nicht mehr gefährdet, aber zeigt, wie fragil die Bayern-Abwehr derzeit wirkt.

Ein neuer anlauf nach barcelona – und ein alter rückstand

Drei Tage nach dem dramatischen 2:4-Debakel im Rückspiel des Champions-League-Halbfinales gegen den FC Barcelona, in dem die Bayern eine Führung verspielen mussten, präsentierte sich das stark veränderte Team von Trainer José Barcala vor heimischer Kulisse angeschlagen. Sieben Positionen hatte Barcala im Vergleich zum blamablen Auftritt im Camp Nou verändert, doch die Zeichen standen lange auf Niederlage. Selina Cerci brachte Hoffenheim bereits in der 41. Minute in Führung, was die angespannte Lage im Münchner Lager noch weiter verschärfte.

Die Bayern wirkten verunsichert und kämpften mit ihrer Form. Die Abwehr um Magdalena Eriksson hatte große Probleme, die schnellen Angriffe der Gäste zu unterbinden. Doch dann, in der 89. Minute, der erlösende Moment: Nach einer präzisen Hereingabe von Klara Bühl stieg Eriksson hoch und köpfte den Ball zum Ausgleich ins Netz. Ein Punkt, der zwar nicht mehr als Schadensbegrenzung darstellt, aber zumindest die erste Bundesliga-Niederlage der Saison abwendet.

Hoffenheim verpasst chance: champions-league-qualifikation in weite ferne

Hoffenheim verpasst chance: champions-league-qualifikation in weite ferne

Für die TSG Hoffenheim bedeutet das Unentschieden einen herben Rückschlag im Kampf um die Qualifikation für die Champions-League-Qualifikation. Der Rückstand auf Eintracht Frankfurt beträgt nun sechs Punkte bei nur noch zwei ausstehenden Spieltagen. Die Ambitionen des Teams von Trainer Daniel Zelzen abgenutzt.

Die Bayern-Frauen können sich hingegen auf das DFB-Pokalfinale am 14. Mai gegen den VfL Wolfsburg freuen. Dort winkt die Chance, den Double-Erfolg des Vorjahres zu wiederholen. Ob die Mannschaft nach den jüngsten Enttäuschungen in der Lage sein wird, diesen Titel zu verteidigen, bleibt abzuwarten. Der Druck ist enorm, und die Konkurrenz schläft nicht.

Ein weiterer Aspekt, der die Zukunft des FC Bayern prägen wird, ist der Abschied von Torhüterin Nadine Grohs nach sieben Jahren im Verein. Ein Kapitel geht zu Ende, und es bleibt abzuwarten, wer ihre Nachfolge antritt. Die Liga wird sich verändern, das ist sicher.