Toro zerquetscht parma: 4-1-kantersieg bringt d'aversa-truppe zurück auf kurs
90 Minuten lang jagte der FC Turin den Gästen aus Parma den Schweiß aus den Poren – und die Fans den Atem. Mit 4:1 fegte das Team von Roberto D'Aversa die Ducali aus der Emilia weg, beendete die Negativserie nach dem Debakel in Neapel und schob sich wieder in den sicheren Mittelfeld-Tross der Serie A.
Simeone trifft, vlasic glänzt – und zapata liefert den schlusspunkt
Schon nach 180 Sekunden schlug Gianluca Simeone zu, ließ Zion Suzuki – zurück nach 17 Spielen Verletzungspause – keine Chance. Parma antwortete durch Valentin Pellegrino, doch nach der Pause zerlegte der Toro das Spiel in fünf Minuten. Emirhan Ilkhan köpfte das 2:1, Sekunden später schlug Simeone per Fallrückzieher die Latte, den Abpraller drückte der unglückliche Keita ins eigene Netz. Duván Zapata krönte seine Einwechslung mit einem Sahnetreffer aus 22 Metern – 4:1, Endstand.
Der Kroate Nikola Vlasic dirigierte das Geschehen wie ein Dirigent, bereitete zwei Treffer vor und wurde beim Auswechseln mit Standing Ovations verabschiedet. Für Parma brach die Serie von fünf Partien ohne Niederlage weg – und mit ihr die Luft für Europa.

D'aversa dreht an der schraube – und trifft ins schwarze
Der Trainer wechselte dreimal im Vergleich zur Pleite in Neapel: Ilkhan für Prati, Pedersen für Lazaro und Adams als Reaktionsstürmer neben Simeone. Die Mischung stimmte: hohes Pressing, schnelle Umstellungen und ein Zusammenspiel zwischen Vlasic, Adams und Simeone, das die Gäste nie lösten.
Parma-Coach Cuesta brachte mit Suzuki, Cremaschi und Ordonez frische Beine, doch nach dem Doppelschlag in der 54. und 57. Minute war die taktische Landkarte zerrissen. Die Kreuzfahrten von Strefezza und Pellegrino verpufften an einer disziplinierten Toro-Defensive um Ismajli.

Tabelle lügt nicht – jetzt zählen nur noch zahlen
Mit 38 Punkten schiebt sich Turin auf Platz elf, drei Zähler vor dem Strudel. Parma bleibt bei 33 und muss wieder nach unten schauen. Die nächsten Aufgaben: Auswärts bei Cagliari, daheim gegen Lecce – beides Sechspunkt-Spiele. Wer jetzt zuckt, rutscht.
Für D'Aversa war es die dritte Heimniederlage-Serie in dieser Saison, die er vorzeitig stoppen konnte. Der Coach nach Schlusspfiff: „Wir haben gezeigt, dass wir nicht nur abstiegsreif sind, sondern auch Fußball spielen können, der Spaß macht.“ Die Fans stimmen ihm zu – und verlangen nach mehr.
