Atlético madrid: keine ausflüchte, aber protest eingelegt!
Nach der knappen Niederlage gegen Arsenal in London herrscht beim Atlético Madrid Stille – zumindest oberflächlich. Während Koke und Coach Simeone vor den Medien jede Diskussion über die Schiedsrichterleistung vermieden, brodelt es hinter den Kulissen. Ein klares Signal an die Konkurrenz und ein Aufschrei gegen Ungerechtigkeit.

Die taktik des schweigens: ein strategischer schachzug
Im Emirates Stadium herrschte eisige Ruhe. Koke wich Fragen zum Schiedsrichter aus, und auch Simeone blieb hart: „Kein Kommentar.“ Eine bewusste Entscheidung, wie aus Vereinskreisen zu erfahren ist. Der Plan war von oben vorgegeben: keine Rechtfertigungen aufgrund der Schiedsrichterentscheidungen, anders als bei Barcelona und Real Madrid nach deren jeweiligen K.O.-Spielen. Eine klare Botschaft an die Liga und an die UEFA.
Doch das bedeutet nicht, dass der Verein die Situation einfach hinnimmt. Im Gegenteil: Während die Spieler und der Trainer vor den Mikrofönen das Rampenlicht mieden, haben die Verantwortlichen des Atlético in London direkt bei den UEFA-Vertretern Einspruch erhoben. „In situ“, wie es im Fachjargon heißt, wurden die Unstimmigkeiten detailliert geschildert.
Die Kritikpunkte sind vielfältig. Ein klares Foulspiel von Calafiori an Giuliano, das fälschlicherweise als Abseits gewertet wurde, ein nicht gegebener Elfer durch einen Tritt von Calafiori an Griezmann – beides Situationen, die den Spielverlauf hätten dramatisch verändern können. Hinzu kommt die viel zu kurze Nachspielzeit, die im Verhältnis zu den zahlreichen Zeitverschleudigungen des Arsenal-Teams völlig absurd war.
Was die Situation noch verschärfte: Die fehlenden TV-Wiederholungen, die diese strittigen Szenen aus verschiedenen Perspektiven hätten zeigen können. Eine Unklarheit, die den Frust der Rojiblancos weiter anheizte. Daher die erneute Kontaktaufnahme mit der UEFA, um eine nachvollziehbare Erklärung zu fordern.
Es bleibt abzuwarten, ob der Einspruch des Atlético Madrid Früchte tragen wird. Fest steht: Der Verein hat seine Position deutlich gemacht und zeigt, dass er sich nicht mit ungerechten Entscheidungen abfinden wird. Eine Haltung, die in der heutigen Fußballwelt selten geworden ist.
