Ambrì-piotta verliert zwerger vor play-ins – didomenica war erst der anfang
Die Halle in Ambrì war gerade mal zwölf Stunden still, da schlug der nächste Schock ein. Nach Chris DiDomenico muss HC Ambrì-Piotta nun auch auf Dominic Zwerger verzichten – und das genau in der Phase, in der die Biancoblù ihre Play-off-Pläne schmieden.
Zwerger fällt zwei bis drei wochen aus
Der 28-jährige Oberösterreicher zog sich eine Oberkörperverletzung zu, die ihn laut Klubmitteilung vom Mittwochmorgen für den Rest der Regular Season außer Gefecht setzt. 49 Spiele, 26 Skorerpunkte – weg. Die drittbeste Offensivwaffe des Teams fehlt nun in den letzten Hauptrunden-Partien, die entscheiden, ob Ambrì als Siebter direkt ins Viertelfinale einzieht oder in die Play-ins muss.
Die Zeitangabe „zwei bis drei Wochen“ ist kein Zufall. Die Play-ins starten am 21. März. Fällt Zwerger auf das Maximum, verpasst er mindestens das erste Spiel – vielleicht sogar die komplette Mini-Serie gegen den HC Ajoie. Ein Gedanke, der Trainer Gordie Dwyer nicht kalt lässt. Denn mit DiDomenico und Zwerger verliert Ambrì in 24 Stunden 52 Punkte Saisonleistung.

Ein abgang, der weh tut – und ein neuanfang
Zwerger wird die Biancoblù ohnehin verlassen. Ab Sommer trägt er das Trikot des EHC Biel. Die Verletzung beschleunigt den Abschied nun in ungewollter Weise. Für Ambrì bleibt die Frage: Wer übernimmt die Minuten des Österreichers? Leonardo Genoni wird mehr als je zuvor auf seine jungen Stürmer blicken müssen. Die Devise lautet: Nichts wie raus aus der Comfort Zone.
Die Tessiner haben noch vier Partien, um den siebten Platz zu sichern. Ein Punkt Vorsprung auf Lugano, zwei auf Fribourg – die Rechnung ist einfach, aber keineswegs beruhigend. Denn wer jetzt stolpert, landet in der Qualifikationsfalle. Und dort wartet bereits der HC Ajoie, der sich als Achter in den letzten Wochen selbst neu erfunden hat.
Für Zwerger selbst ist die Verletzung ein weiterer Rückschlag in einer Saison, die eigentlich als Versprechen auf den nächsten Schritt gedacht war. Stattdessen endet sie mit einem Ausfall, der ihn selbst vor dem Wechsel nach Biel aus der Rhythmik wirft. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Ohne ihn absolvierte Ambrì in dieser Saison nur 38 % der möglichen Punkte – mit ihm 56 %.
Die Biancoblù müssen jetzt liefern. Denn wenn die Play-ins beginnen, will niemand in der Valascia erklären müssen, warum gerade jetzt die eigene Top-Offensive fehlt. Die Uhr tickt. Und sie tickt laut.
