Arsenal greift nach dem henkelpott: historischer triumph in budapest möglich!

London bebt! Der FC Arsenal steht nach zwei Jahrzehnten wieder im Champions-League-Finale und hat die Chance, eine Ära einzuläuten. Nach dem knappen 1:0-Sieg im Rückspiel gegen Atlético Madrid ist der Traum vom Gewinn der begehrtesten europäischen Trophäe so greifbar wie nie zuvor.

Ein jahrzehnt voller enttäuschungen – jetzt der große wurf?

Für Arsenal-Fans ist es ein bittersüßer Moment. 2006, in Paris, scheiterte man knapp am FC Barcelona, Jens Lehmann wurde zum tragischen Helden des Finales. Doch dieses Mal scheint die Geschichte anders geschrieben zu werden. Mikel Artetas Team, das im April noch am Abgrund zu schweben schien und zwei Titel verlor, hat sich nun zu einer beeindruckenden Einheit entwickelt. Die Gunners sind nur noch vier Spiele von der Unsterblichkeit entfernt – und der erste Schritt ist getan.

Die Atmosphäre im Emirates Stadium war am Dienstagabend elektrisierend. Arteta sprach von einem „Moment, den ich im Stadion noch nie erlebt habe.“ Die Fans sangen unaufhörlich „North London forever“, während die Spieler in der Kabine einen Freudentaumel feierten. Ein „Chaos“ im positiven Sinne, wie es so schön heißt.

Simeone im grübelmodus: kann atlético den bann brechen?

Simeone im grübelmodus: kann atlético den bann brechen?

Auf der anderen Seite des Platzes herrschte Enttäuschung. Atlético Madrid, seit 2021 ohne Titel, muss erneut die bittere Pille schlucken. Trainer Diego Simeone, bekannt für seine emotionale Intensität, äußerte sich dennoch gefasst: „Die Mannschaft hat alles gegeben.“ Er vermied es, den deutschen Schiedsrichter Daniel Siebert zu kritisieren, obwohl ein strittiger Elfmeterpfiff ausblieb. Die spanische Presse vermutete ein „ausgedachtes“ Foulspiel, was die Enttäuschung zusätzlich schürte.

Besonders bitter ist die Niederlage für Atlético im Hinblick auf ihren Trainer. Simeone, seit 2011 im Amt und bis 2027 unter Vertrag, könnte ohne Titel in die USA gehen, ähnlich wie Griezmann. Das wäre eine Demütigung für einen Mann, der Atlético über Jahre hinweg zu einer europäischen Spitzenmannschaft geformt hat. Ein Warnsignal für Arsenal, das 2006 selbst am falschen Ende einer solchen Geschichte stand.

Arsenal hat die Chance, den Bann zu brechen. Lehmann selbst wünscht sich das: „Ich hoffe, dass Arsenal vollendet, was mir nicht gelungen ist.“ Die Gunners haben die Möglichkeit, Geschichte zu schreiben und sich als Europas neue Fußballmacht zu etablieren. Die größte Woche des Vereins steht vor der Tür: Zunächst könnte die Meisterschaft nach 22 Jahren zurückerobert werden, gefolgt vom Triumph in Budapest.

Die Sun berichtete von überfüllten Pubs in ganz London – ein Beweis für die Euphorie, die den Verein und seine Fans erfasst hat. Die Chance ist da, und Arsenal muss sie nutzen. Denn am Ende zählt nur der Titel – und die Unsterblichkeit.