Giro d'italia 2026: vingegaard jagt rosa – bulgarien als überraschende startrampe!
- Ein klassiker im schatten der tour de france
- Bulgarien als ungewöhnlicher austragungsort – eine tradition
- 3500 Kilometer und 48.700 höhenmeter – die tortur beginnt
- Königsetappe mit dolomiten-flair
- Vingegaard im fokus – kann er das double schaffen?
- Deutsche fahrer – helfer und etappenjäger
- Marcel kittel als sprinttrainer
- Übertragung im tv und stream
Die Vorfreude auf den 109. Giro d'Italia steigt! Doch bevor die Profis durch die malerischen Landschaften Italiens brechen, startet die Rundfahrt in diesem Jahr mit einer ungewöhnlichen Premiere: Bulgarien. Kann Jonas Vingegaard seine Dominanz aus dem Vorjahr fortsetzen und erneut das Rosa Trikot erobern? Und welche Herausforderungen erwarten die Fahrer in den kommenden drei Wochen?
Ein klassiker im schatten der tour de france
Der Giro d'Italia nimmt im Kalender des Radsports eine bedeutende, wenn auch nicht ganz so glanzvolle Position wie die Tour de France ein. Als Auftakt der großen Landesrundfahrten ist er der “kleine Bruder” der französischen Klassiker. Traditionell zieht er viele Top-Fahrer an, die sich nach der Frühjahrssaison auf die lange Distanz konzentrieren. Allerdings konkurriert der Giro mit der Tour de France um die besten Fahrer, was sich in den letzten Jahren in einigen Ausfällen von Stars zeigte. Dieses Jahr fehlt beispielsweise Tadej Pogacar, doch das mindert die Begeisterung in Italien keineswegs.

Bulgarien als ungewöhnlicher austragungsort – eine tradition
Die Entscheidung, den Giro außerhalb Italiens zu starten, ist keine Neuheit. Bereits 1966 wurde die Rundfahrt in Monte Carlo eröffnet. Im Jahr 2026 wächst die Zahl der Etappen im osteuropäischen Raum sogar auf drei an. Die erste Etappe von Nessebar nach Burgas verspricht jedoch wenig dramatische Überraschungen: Eine flache Strecke, gefolgt von zwei mittelschweren Abschnitten, bevor die Fahrer Sofia erreichen und sich auf den langen Weg nach Italien machen. Ein Ruhetag ist bereits am Montag, den 10. Mai, eingeplant.

3500 Kilometer und 48.700 höhenmeter – die tortur beginnt
Die Strecke des Giro d'Italia 2026 ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Fast 3500 Kilometer und 48.700 Höhenmeter warten auf die Fahrer über die 21 Etappen. Bereits das 40,2 Kilometer lange Einzelzeitfahren in der Toskana verspricht eine interessante Prüfung der Nerven. Doch die eigentliche Tortur beginnt erst in der letzten Woche, wenn die Entscheidung in den Dolomiten fallen wird.
Königsetappe mit dolomiten-flair
Am drittletzten Tag der Rundfahrt geht es über den Passo Giau und den Passo Falzarego – eine Königsetappe mit stolzen 5000 Höhenmetern. Hier werden die Fahrer und ihre Nerven auf eine harte Probe gestellt.
Vingegaard im fokus – kann er das double schaffen?
Die Experten und Wettanbieter sehen Jonas Vingegaard als den wahrscheinlichsten Sieger. Der Däne ist in Topform und scheint die berglastige Strecke zu lieben. Seine Konkurrenten, wie Giulio Pellizzari und Felix Gall, werden vor einer enormen Aufgabe stehen. Auch Egan Bernal, der Tour-Sieger von 2019, ist nicht mehr der Sieger von einst, und der Vorjahressieger Simon Yates hat seine Karriere beendet. Fahrer wie Joa Almeida, Mikel Landa oder Richard Carapaz fehlen ebenfalls.
Deutsche fahrer – helfer und etappenjäger
Die deutschen Fahrer werden wohl nicht um den Gesamtsieg kämpfen, sondern sich stattdessen auf die Rollen der Helfer und Etappenjäger konzentrieren. Pascal Ackermann hofft auf weitere Erfolge in den Massensprints – er hat bereits zwei Etappen bei früheren Giro-Teilnahmen gewonnen. Auch Nico Denz, der Ausreißer-Experte, könnte für Überraschungen sorgen. Im deutschen Aufgebot sind außerdem Jonas Rutsch, Felix Engelhardt und Max Walscheid vertreten. Florian Lipowitz, der Tour-Dritte des Vorjahres, setzt hingegen auf die Frankreich-Rundfahrt.
Marcel kittel als sprinttrainer
Auch ehemalige Stars sind in diesem Jahr beim Giro vertreten – wenn auch in anderer Rolle. Der frühere Weltklasse-Sprinter Marcel Kittel hat seine Karriere zwar 2019 beendet, arbeitet aber nun als Sprinttrainer beim Wildcard-Team Unibet Rose Rockets. Er überträgt sein Wissen an junge Talente, darunter den Niederländer Dylan Groenewegen, seinen aussichtsreichsten Schützling in Italien. „Es geht um einen Erfahrungstransfer. Da profitiere ich natürlich enorm davon zu wissen, wie es ist, wenn man diesen Druck auf den Schultern hat“, so Kittel.
Übertragung im tv und stream
Die Übertragung des Giro d'Italia 2026 wird von Eurosport in mehreren Stunden Länge pro Etappe gezeigt. Die komplette Rundfahrt ist außerdem auf HBO Max verfügbar.
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