Lukaku kehrt zurück nach neapel – wird es für conte reichen?
Ein Drama zieht sich in die Verlängerung: Romelu Lukaku ist zurück in Neapel. Nach einem Zank, der die Fußballwelt überraschte, und einer selbst auferlegten Auszeit in seiner Heimatstadt Antwerpen, hat der belgische Stürmer nun wieder das Training bei der SSC Neapel aufgenommen. Doch ob er noch einmal für die Süditaliener in der Serie A stürmen wird, ist alles andere als sicher.
Die querelen um osimhen und lukakus rolle
Die Verpflichtung von Romelu Lukaku im vergangenen Sommer sollte die Lücke füllen, die durch den Abgang von Victor Osimhen zu Galatasaray entstanden war. Ein Schachzug, der zunächst Früchte trug: Der belgische Angreifer erzielte in 36 Serie-A-Partien beeindruckende 14 Treffer und war maßgeblich am Rückkehr Neapels an die Spitze des italienischen Fußballs beteiligt. Doch wie schon bei Osimhen kam es zu einer Entfremdung zwischen Spieler und Verein.
Das Auslöser war eine langwierige Oberschenkelverletzung, die Lukaku in dieser Saison lediglich zu sechs Einsätzen und einem Tor verhalf. Statt nach Neapel zurückzukehren, ließ er sich in Antwerpen von einem privaten Betreuerstab fit machen. Ein klares Ultimatum, das der Verein vergebens stellte. In einem Social-Media-Statement erklärte Lukaku, er müsse „zu 100 Prozent fit“ sein, um „mental seinen Tribut“ nicht zu tragen. Eine Aussage, die die Gemüter in Neapel erhitzt.

Conte und de laurentiis entscheiden über lukakus zukunft
Nun ist Lukaku zurück, nimmt am Training teil und scheint wieder in besserer Verfassung zu sein. Doch die Entscheidung, ob er in den letzten vier Spielen der Serie A überhaupt noch Einsatzminuten erhält und ob er seinen bis 2027 laufenden Vertrag erfüllen wird, liegt allein bei Trainer Antonio Conte und dem stets meinungsstarken Präsidenten Aurelio de Laurentiis. Der Druck ist enorm, denn der Verein will schließlich die Champions League erreichen und den Titelverteidiger Inter Mailand überflügeln.
Federico Pastorello, Lukakus Agent, äußerte sich gegenüber DAZN zurückhaltend: „Ich kenne Lukaku und Conte sehr gut, sie leben den Fußball mit großer Leidenschaft aus.“ Eine gemeinsame Unterredung soll nun Klarheit schaffen und die Differenzen ausräumen. Die Frage ist: Kann Conte Lukaku in seine Taktik integrieren?
Die Rückkehr von Lukaku ist ein Poker mit ungewissem Ausgang. Es bleibt abzuwarten, ob der belgische Stürmer seine Klasse beweisen und Neapel in den letzten Spielen der Saison noch einmal entscheidend unterstützen kann. Oder ob dieser Rückkehrer ein weiterer, teurer Fehlkauf in der langen Geschichte des Vereins wird.
