Schock in rotterdam: spanien verpasst podestplatz!

Ein bitterer Abend für die spanische Wasserballnationalmannschaft in Rotterdam: Im Kampf um Platz drei unterlag das Team Jordi Valls' dem amtierenden Europameister Niederlande mit 7:8. Ein Last-Minute-Siechenstrafwurf von Martijn van der Weijden besiegelte die Niederlage und beendete Spaniens beeindruckende Serie von Medaillenrängen.

Die lange durststrecke geht weiter

Die lange durststrecke geht weiter

Die Niederlage gegen die Niederlande markiert einen Wendepunkt für das spanische Team. Es ist die zweite Niederlage in Folge, nachdem man zuvor gegen die USA verloren hatte. Damit endet eine bemerkenswerte Erfolgsserie, die sich über die letzten Olympischen Spiele, drei Weltmeisterschaften und vier Europameisterschaften erstreckte – eine Ära, die nun abrupt zu Ende gegangen ist. Die Faszination des spanischen Wasserballs scheint vorerst getrübt.

Obwohl Spanien die Partie über weite Strecken dominierte und sich zur Pause eine 5:4 Führung erarbeitete, deuteten die Anzeichen eines erneuten Zusammenbruchs im letzten Viertel zu. Ähnlich wie gegen die USA geriet das Team in einen Leistungstief und kassierte ein 1:3 Teilergebnis, das letztendlich die Entscheidung brachte. Die Abwehr wirkte anfällig, die Angriffe verloren an Durchschlagskraft.

Ein letzter Hoffnungsschimmer verpuffte, als Simone van de Kraats den entscheidenden Siechenwurf parierte. Paula Leitóns Schuss war zu schwach, um die niederländische Torhüterin zu überwinden. Die Enttäuschung im spanischen Lager war greifbar.

Die Bilanz von vier Siegen und zwei Niederlagen spiegelt zwar eine solide Leistung wider, doch der verpasste Podestplatz schmerzt. Spanien hat sich zwar für die Super Final in Sydney qualifiziert, wo man gegen den amtierenden olympischen Vizeweltmeister Australien antreten wird, doch der Traum vom weiteren Erfolg in dieser Saison ist vorerst geplatzt. Die Reise nach Australien wird nun zur Chance, die Revanche zu nehmen und die verlorene Ehre wiederherzustellen.