Barcelona krönt sich, logroño zittert: liga f spielt sich in 270 minuten neu

Die Meisterin steht fest, der Absturz ebenfalls – doch wer klettert noch aufs Champions-League-Podest und wer rutscht in die 1. RFEF? Nach 270 Minuten ist die Liga F 25/26 neu gezeichnet. Barcelona feiert den Titel, Levante bucht den Abstieg. Der Rest ist offen, bitter und glamourös zugleich.

Dux logroño oder alhama – ein duell auf messers schneide

Fünf Punkte plus besseres Torverhältnis trennen den DUX Logroño (18 Zähler) vom Alhama (13). Die Riojanerinnen treffen am Sonntag auf den bereits abgestiegenen Levante, dürfen sich aber keine Millimeter Ruhe gönnen: Athletic und Eibar warten, beide kämpfen um Pokal-Seeding. Alhama muss gegen Eibar, Levante und Athletic – drei Finals in neun Tagen. Die Luft wird dünn, die Nerven blank.

Trainer Iván Rosado hat seine Mannschaft auf „Finale-Modus“ geschaltet, wie er nach dem 1:0 in Granada durchsickern ließ. Die Logroño-Fans reisen mit, sie wissen: Ein Punkt aus den letzten drei Spielen reicht – wenn Alhama nicht alle gewinnt. Die Mathematik ist klar, das Drama trotzdem programmiert.

Real madrid und real sociedad liefern kopf-an-kopf-rennen

Real madrid und real sociedad liefern kopf-an-kopf-rennen

Um Platz zwei geht es nur noch um Prestige – beide Teams starten in Runde 3 der Champions-League-Qualifikation. Dennoch: Real Madrid (63 Punkte) will die Krone der Verfolger, Real Sociedad (60) den Sprung auf Rang zwei, um das Heimrecht im möglichen Clásico der Gruppenphase sichern. Das Direktduell ist gelaufen, das Torverhältnis (+33 zu +28) spricht für die Königlichen. Ein Ausrutscher reicht, um die Baskinnen noch zu versetzen.

Badalona und Madrid CFF lauern auf Siebten und Achten, die den Einstieg in die Copa de la Reina eine Runde später erlauben. Sevilla (39) und Athletic (38) haben die Pole, doch die Konkurrenten sind zwei Siege entfernt. Am letzten Spieltag könnte sich in der 93. Minute eine komplette Saison um ein Tor drehen.

Pichichi: pina lächelt, pajor jagt

Pichichi: pina lächelt, pajor jagt

Claudia Pina trägt die Schützenkrone mit 19 Treffern – doch Ewa Pajor ist mit 16 Toren nur einen Hattrick entfernt. Dahin sind Edna Imade (11) abgereist, seit Januar Bayern-Torjägerin und damit außer Konkurrenz. Wer hinten aufschließt? Fiamma Benítez, Sonya Keefe, Alexia Putellas – alle bei neun. Drei Tage, drei Treffer, ein Pokal. So schnell kann sich das Blatt drehen.

Zamora: zwischen pfosten und paranoia

Nur zehn Torhüterinnen kamen auf die nötigen 22 Einsätze. Julia Arrula (Real Sociedad) führt mit 0,90 Gegentoren pro Spiel – ein Wert, der sich in drei Partien gegen Madrid, Athletic und Eibar noch auflösen kann. Lola Gallardo (1,29) und Laura Sánchez (1,37) lauern. Eine Fehlentscheidung, ein Abpraller, ein Elfmeter – und die Statistik schlägt um. Die Keeperinnen wissen: Zamora wird am letzten Tag entschieden, nicht vorher.

Die Liga F steht auf des Messers Schneide – und das nicht nur in der Tabelle. In den nächsten 270 Minuten wird geweint, gejubelt, gezittert. Barcelona kann schon feiern, der Rest muss noch einmal in die Tiefe. Am 2. Juni ist alles klar – bis dahin zählt nur das nächste Tor.