West ham verbietet traoré das kraftraining – santo: „er trägt genug muskeln mit sich“
Adama Traoré darf nicht mehr ins Fitnessstudio. Nuno Espírito Santo hat seinem Flügelstürmer bei West Ham United per sofort das Heben von Gewichten verboten – eine Maßnahme, die selbst in der leistungsverrückten Premier League für offene Münder sorgt.
„Ich habe ihm gesagt, er soll sich aus dem Kraftzimmer fernhalten“, erklärte der Trainer vor dem Duell mit Fulham. „Er trägt schon genug Masse mit sich herum.“ Die Anweisung gilt laut Santo bis auf Weiteres. Traorés Körper sei „unglaublich“, aber genau das Problem: „Er muss verstehen, dass er keine zusätzlichen Muskeln mehr braucht.“

Santo will explosivität statt masse
Der 30-Jährige galt bisher als Phänomen: 1,78 Meter groß, 96 Kilo schwer, trotzdem mit Spitzenwerten von 37 km/h. Doch seit seinem Winterwechsel von Fulham kommt der Spanier nur als Joker, ein Tor blieb aus. Santo will ihn nun umprogrammieren: „Er macht Präventionsarbeit, aber keine Kreuzheben mehr.“ Stattdessen stehen Koordination, Mobilisation und Sprintreihen auf dem Plan – alles, was die Last der eigenen Muskeln verschlankt.
Traoré hatte in Interviews stets betont, seine Statik komme „nur von Liegestützen und Genetik“. Die Daten sagen etwas anderes: Kein Außenbahnspieler der Liga legt seit fünf Jahren ein höheres Körpergewicht zu so hoher Geschwindigkeit zugrunde. Santo will diesen Turbo nun entfesseln, nicht abdämpfen. „Wenn er lernt, seine Kraft effizient einzusetzen, werden Gegner ihn nicht mehr nur für zwei Sekunden verfolgen können, sondern 90 Minuten lang“, sagte der Coach.
Für Samstag gegen Fulham erwartet der Portugiese einen „aufgeschlossenen“ Traoré. Die West-Ham-Anhängerschaft wartet auf den ersten Funken – und auf das erste Tor. Santo bleibt cool: „Er ist ein Spieler von internationalem Niveau. Bald wird sich zeigen, dass weniger Masse mehr Tempo bedeutet.“
