Vidal zerreißt die messi-ronaldo-ordnung: ribéry landet vor cr7
Arturo Vidal hat die ewige Frage nach dem besten Gegner neu beantwortet – und dabei den Hype um Cristiano Ronaldo gebremst. Der Chilene stuft Franck Ribéry höher ein als den fünfmaligen Ballon-d’Or-Gewinner. Die Begründung schlägt ein wie ein Bodycheck im Mittelfeld.

Warum ribéry für vidal die nase vorn hat
„Leo, Ribéry – dann erst Cristiano“, sagt Vidal im Podcast Enfocados. Kein „vielleicht“, kein „könnte man sagen“. Klare Kante, wie er sie selbst auf dem Platz zeigte. Der 38-Jährige schwärmt von Messis Alien-Qualitäten, doch beim Vergleich Ribéry gegen Ronaldo folgt ein Satz, der in München noch lange nachhallt: „Gib Ribéry einen Schlag, er gibt ihn sofort zurück. Er war ein anderes Kaliber.“
Die Szenerie: Jefferson Farfán und Roberto Guizasola lauschen, Vidal lüftet das Geheimnis aus 83 Champions-League-Einsätzen. 2015 bis 2018 teilten sich Vidal und Ribéry die Kabine im Säbener Straße. Trainingsspiel um Trainingsspiel. Zweikampf um Zweikampf. Daraus entsteht Respekt, der Zahlen übersteigt. Tore und Titel? Reine Fußnote. „Franck hat mich an meine Grenzen gebracht, jeden Tag aufs Neue“, sagt Vidal. So klingt Wahrheit, nicht Marketing.
Die Folge: Ronaldo rutscht auf Platz drei. Ein Novum in der Hierarchie der Superstars. Kein Instagram-Like, keine PR-Agentur kann das kommentarlos wegstecken. Denn Vidal spricht als Mann, der gegen alle drei gewonnen und verloren hat. Seine Autorität: 133 Länderspiele, Meisterschaften in Italien, Deutschland, Spanien. Seine Botschaft: Mentalität zählt, nicht nur Zahlen.
Derzeit kickt Vidal für Colo Colo in Santiago. Die Karriere neigt sich dem Ende zu, die Meinung behält ihre Schärfe. Für Deutschlands Rekordmeister ein Schlag ins Kontor: Die Robben-Ribéry-Ära war offensichtlich noch dominanter, als viele annahmen. Und für Ronaldo? Ein Reminder, dass Selbstvertrauen allein keine Liste erklimmt – manchmal hilft es, einfach nur zuzuhören, wenn ein Mittelfeld-Enforcer die Hierarchien neu sortiert.
