Unax schießt drei, guadalajara versenkt sich tiefer
Der Deportivo Guadalajara bleibt mindestens eine weitere Woche im Keller der Primera Federación. In Pamplona verlor das Team von Juanvi Peinado trotz eines furiosen 30-Minuten-Hattricks von Unax mit 3:4 gegen den Tabellenletzten Osasuna Promesas – und schoss sich damit selbst in die Krise.
Die rote karte, die alles veränderte
Die Partie war noch keine 20 Minuten alt, da stand Guadalajara bereits mit einem Mann weniger da. Zarco grätschte Dani González außerhalb des Strafraums ab, der Ball klatschte gegen seine Hand – Platzverweis, nach VAR-Check blieb die Entscheidung. Von diesem Moment an spielte der Abstiegskandidat nur noch auf Zeit, doch Osasuna Promesas brauchte fast eine halbe Stunde, um die numerische Überlegenheit in Tore umzumünzen. Dani González verwandelte einen Elfmeter (49.), Casado schoss sich kurz darauf selbst an (56.).
Guadalajara wirkte wie gelähmt, bis Salifo Mendes und Unax auf der Bank erwachten. Mendes drückte den Turbo, Unax nagelte den Ball in den Winkel – 1:2 (75.). Die Gäste rochen die Sensation. Kike Cadete setzte sich auf links durch, Unax köpfte zum 2:2 (85.). Die mitgereisten Fans glaubten bereits an den Befreiungsschlag, doch die Ekstase währte nur 180 Sekunden.

Nachspielzeit zum verzweifeln
In der dritten Minute der Nachspielzeit donnerte Auria aus 20 Metern zum 3:2 ein. Guadalajara warf alles nach vorne, kassierte im Gegenstoß das 2:4 durch Lumbreras (90.+8). Selbst Unax’ letzter Treffer (90.+11) half nur noch zur Statistik. Die Mannschaft verlässt Tajonar mit leeren Händen, der Abstand zum rettenden Ufer beträgt weiter zwei Zähler.
Die Zahlen sind gnadenlos: Seit fünf Spielen wartet der Klub auf einen Sieg, in zwei Wochen folgt das nächste Endspiel gegen Real Avilés. Trainer Peinado muss nun seine zerrüttete Defensive neu ordnen, denn wer nach neun Minuten in Unterzahl spielt und in der Nachspielzeit zwei Gegentore kassiert, der hat nicht nur Pech – er hat ein Systemproblem.
