Alba berlin krönt sich zum zwölften meister – pesic verpasst den abschied mit der krone!

Ein dramatisches Finale in München! Alba Berlin hat im fünften und entscheidenden Spiel der Basketball-Bundesliga (BBL) den FC Bayern München mit 84:81 bezwungen und damit den zwölften Meistertitel der Vereinsgeschichte gefeiert. Ein Comeback der Extraklasse sicherte den Berlinern den Sieg in der ausverkauften SAP Garden.

Die münchner enttäuschung: pesics traum vom threepeat zerplatzt

Für Bayern München und insbesondere für den scheidenden Trainer Svetislav Pesic ist es ein bitteres Ende. Der erfahrene Coach, der nach über 40 Jahren an der Seitenlinie in den Ruhestand geht, verpasste den erhofften Titel zum Abschluss seiner Karriere. Die Hoffnungen auf einen dritten Titel in Folge, nach den Erfolgen von 2024 und 2025, wurden jenseits der Isar zunichte gemacht. Die Gesichter der Bayern-Spieler sprachen Bände – sprachlosigkeit und Enttäuschung prägten das Bild an den Seitenlinien.

Kapitän Jonas Mattisseck, der bei Alba Berlin Tränen der Erleichterung vergoss, brachte seine Gefühle kurz nach dem Spiel zum Ausdruck: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Wir haben so oft im Sport verloren – manchmal braucht man einfach das Quäntchen Glück.“ Ein Satz, der die Achterbahnfahrt des Spiels und die mentale Stärke der Berliner perfekt zusammenfasst.

Oscar da Silva, Europameister und Bayern-Spieler, fasste die Stimmung im Team treffend zusammen: „Es wird keinem in der Kabine schmecken.“ Die Berliner hatten die Bayern in der zweiten Halbzeit entscheidend unter Druck gesetzt und die Initiative übernommen.

Von rückstand zur wende: albas beeindruckendes comeback

Von rückstand zur wende: albas beeindruckendes comeback

Die Partie begann vielversprechend für die Gastgeber, die sich bereits in der ersten Viertelzeit eine deutliche Führung erarbeiteten. Doch Alba Berlin zeigte eine beeindruckende Reaktion und verkürzte den Rückstand im Laufe des Spiels. Ein 14:0-Lauf im dritten Viertel brachte die Berliner wieder ins Spiel, und Malte Delow sorgte schließlich für die Führung. Die Bayern versuchten zwar, mit einem 8:0-Lauf zurückzuschlagen, doch Alba ließ nicht locker und sicherte sich den Sieg.

Dabei war das Spielgeschehen von einer Vielzahl an Wendungen geprägt. Andreas Obst, der mit 24 Punkten als bester Werfer der Bayern herausragte, traf 37 Sekunden vor dem Ende zum 79:82, doch Berlin hielt stand. Der verpasste Ausgleichswurf von Obst in letzter Sekunde besiegelte das Schicksal der Münchner und den Triumph der Berliner.

Die Frage, wer Svetislav Pesic beerben wird, bleibt weiterhin offen. Uli Hoeneß deutete in der Pause an, dass die Bayern ihr Augenmerk auf Anton Gavel von den Baskets Bamberg legen, doch die Verhandlungen gestalten sich offenbar schwierig. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger wird eine wichtige Aufgabe für den FC Bayern in den kommenden Wochen sein.

Die jüngste Meisterschaft ist ein Beweis für die Widerstandsfähigkeit und den unbändigen Willen der Berliner Mannschaft. In einer Saison, die für Alba Berlin von Höhen und Tiefen geprägt war, krönte das Team seine Leistungen mit dem zwölften Meistertitel und beweist damit seine Position als eine der führenden Basketball-Mannschaften Europas. Der Jubel kann beginnen!