Lesser beendet tv-karriere: fokus auf trainerlaufbahn!

Schock in der Biathlon-Welt: Erik Lesser, der charismatische ehemalige Top-Athlet und gefragte TV-Experte, hängt das Mikrofon an den Haken. Nach erfolgreichen Jahren bei der ARD konzentriert sich der 38-Jährige nun voll und ganz auf seine aufstrebende Karriere als Trainer.

Ein abschied mit respekt und wertschätzung

Die Entscheidung, die Lesser getroffen hat, sei „nicht mit der intensiven Expertentätigkeit kombinierbar“, erklärte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. Es ist ein Kompromiss, der von beiden Seiten einvernehmlich getroffen wurde – ein Zeichen von Professionalität und gegenseitigem Respekt. Lesser wird dem Wintersport der ARD aber auch in Zukunft als gern gesehener Gast erhalten bleiben, so Balkausky, was uns zeigt, dass sein Fachwissen weiterhin gefragt ist.

Doch was bedeutet dieser Schritt für die Biathlon-Übertragungen? Gemeinsam mit Arnd Peiffer, dessen Vertrag die ARD glücklicherweiseverlängert hat, hat Lesser die TV-Analysen in den letzten Jahren auf ein neues, beispielloses Niveau gehoben. Ihre wortgewandten Erklärungen und tiefgreifenden Analysen wurden von den Zuschauern ebenso geschätzt wie von den Expertenkollegen. Peiffer wird die Lücke, die Lesser hinterlässt, nun allein füllen müssen – eine Herausforderung, angesichts der Symbiose, die die beiden in den letzten Jahren aufgebaut haben.

Mehr verantwortung für den nachwuchs

Mehr verantwortung für den nachwuchs

Lesser, der seine aktive Karriere im März 2022 mit einem starken vierten Platz im Massenstart von Holmenkollen beendete, widmet sich seitdem intensiv seiner Trainerausbildung. Neben einem Studium an der Trainerakademie Köln arbeitet er bereits seit Mai 2023 als Schießtrainer der Männer am Stützpunkt in Oberhof. Nun will er diesen Weg konsequent weitergehen und noch mehr Verantwortung übernehmen. Seine Erfahrung als Athlet und sein analytisches Geschick werden dem deutschen Biathlon-Nachwuchs zweifellos zugutekommen.

Die Olympische Goldmedaille, die die deutsche Staffel nachträglich von Sotschi verliehen bekam, ist ein Beweis für Lessers unermüdlichen Einsatz und seine Bedeutung für den deutschen Biathlonsport. Es bleibt abzuwarten, welche Talente er nun unter seine Fittiche nehmen und zu neuen Erfolgen führen wird. Die Biathlon-Szene verliert einen bekannten Experten, gewinnt aber einen engagierten Trainer – ein Wechsel, der zwar bedauerlich ist, aber Lessers persönliche Entwicklung und die Zukunft des deutschen Biathlonsports unterstützt.

Die Tatsache, dass Lesser weiterhin mit Peiffer einen Podcast betreibt, unterstreicht die tiefe Freundschaft und die gemeinsame Leidenschaft für den Biathlonsport. Auch wenn er nicht mehr regelmäßig vor der Kamera zu sehen sein wird, wird Lesser die Biathlon-Familie weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Axel Balkausky fasste es treffend zusammen: „Erik wird sicherlich auch in Zukunft ein gern gesehener Gast bei ARD-Wintersport-Übertragungen bleiben.“ Ein Abschied, der zeigt, dass der Sport mehr ist als nur Siege und Medaillen – er ist ein Netzwerk von Freunden, Mentoren und Wegbegleitern, die sich gegenseitig unterstützen und inspirieren.