Sturm ii schockt austria-nachwuchs mit blitztor und klettert aus dem keller

Sechs Minuten. Länger brauchte Jonas Peinhart nicht, um die Young Violets zu schocken und Sturm II die Luft zum Atmen zu verschaffen. Mit seinem frühen Knaller sicherten die Grazer einen 1:0-Auswärtssieg, der in der 2. Liga lauter klingt, als er auf dem Papier aussieht.

Der frühe k.o. und was er wirklich bedeutet

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Peinharts Abstauber nach einem verloren geglaubten Ball war kein Zufall. Sturm II startete mit drei Umstellungen in der Startformation, setzte sofort hohes Pressing und zwang Austria-Urgestein Matthias Wurm zu einem katastrophalen Querschläger. Die Folge: Ballverlust, sofortige Verlagerung auf den schnellen Flügel, Hereingabe, Peinhart – Tor. Die Wiener versuchten danach zu kombinieren, doch die Lücken blieben minimal.

Die Statistik ist hart: Erst zwei Tore erzielte die Austria-Reserve in dieser Saison vor der Pause, Sturm II schon sieben. Trainer Christian Mayrleb hatte seinen Schützlingen eingebläut, die ersten Viertelstunde als Endspiel zu behandeln. Sie hielten sich ans Skript. Die Grazer agierten kompakt, rissen die Räume eng, ließen den Young Violets keine halben Zweikämpfe. Die Folge: 38 Prozent Ballbesitz reichten aus, um drei Punkte mitzunehmen.

Die Tabelle lügt nicht. Sturm II springt mit nun 22 Zählern auf Rang 12 und hat sechs Punkte Vorsprung auf Schwarz-Weiß Bregenz – der erste echte Abstand zur roten Zone seit dem fünften Spieltag. Die Young Violets bleiben Sechster, rutschen aber auf 30 Punkte zurück und müssen zusehen, wie Wacker Innsbruck und Liefering aufschließen.

Die Stimme im Mixed-Zone-Gewirr war einhellig: „Wir haben endlich wieder zugegriffen“, sagte Peinhart, während sich hinter ihm Austria-Kapitän Matthias Braunöder mit der Faust an die Stirn drückte. „Wir wissen, dass wir unten raus müssen. Heute war der erste Schritt.“ Die nächsten Aufgaben kommen mit Rapid II und Horn. Wer jetzt nachlässt, fliegt zurück in den Abstiegsstrudel. Die Grazer sind gewarnt – und endlich wieder obenauf.