Lukas fritsch: mit 42 treffern in die nationalteam-zukunft
Lukas Fritsch spielt heute gegen Nordmazedonien. Für ihn ist das mehr als ein Test. Es ist seine Bühne. Mit 42 Toren bei der U19-WM war er Österreichs Scharfschütze. Jetzt will der 20-Jährige den nächsten Schritt machen. Die Handball-WM 2025 in Deutschland ist sein Ziel.
Der Rückraumspieler misst fast zwei Meter. Sein Wurfarm ist ein Geschütz. Bei Alpla HC Hard ist er schon jetzt Leistungsträger. Erst vor Tagen verlängerte er seinen Vertrag. Trotz Angeboten aus dem In- und Ausland. „Hard ist mein Zuhause“, sagt er. „Hier bin ich angekommen.“

Ein kindheitstraum wird wahr
ÖHB-Coach Iker Romero lud ihn erstmals im Herbst ein. Jetzt ist Fritsch wieder dabei. Der Lehrgang findet in Vorarlberg statt. „Fast wie im eigenen Wohnzimmer“, sagt er. „Meine Familie sitzt auf der Tribüne. Meine Freunde auch. Das ist kein normaler Test. Das ist mein Heimspiel.“
Fritsch schaute früher die Stars im Fernsehen. Jetzt steht er mit ihnen auf der Platte. „Ich habe diese Jungs bewundert. Heute passe ich auf, wie sie sich bewegen. Jede Trainingseinheit ist ein Masterclass.“ Seine Mitspieler nahmen ihn auf. „Es fühlt sich an, als wäre ich schon länger dabei. Aber ich bin noch der Neue. Ich schaue, ich frage, ich lerne.“
Die Nummer auf seiner Rückseite ist noch nicht gesetzt. Aber er will sie sich erkämpfen. Nicht nur ein Tor gegen Nordmazedonien. Er will eine Nominierung für die Play-offs. Will zur WM nach Deutschland. „Das wäre der Hammer“, sagt er. „Aber ich weiß: Erst muss ich liefern.“
Heute Abend ist der erste Test. Die Uhr tickt. Die Konkurrenz schläft nicht. Lukas Fritsch weiß: Jeder Wurf zählt. Jeder Pass. Jede Sekunde auf der Platte. Seine Karriere ist ein Sprint. Und er ist erst bei Kilometer eins.
