Yamal entzaubert saudi-arabien und rettet spaniens traum vom titel
Atlanta, 21. Juni 2026 – 20:01 Uhr. Lamine Yamal trat an, sah und siegte. 73 Sekunden brauchte der 18-jährige Zauberer, um jeden Zweifel an seiner Fitness und an Spaniens WM-Ambitionen zu zerstreuen. Am Ende steht ein 4:0, ein Luis de la Fuente im Jubelrausch und eine Nation, die endlich wieder lacht.
Nach der blamablen Nullnummer gegen Kap Verde drohte die Stimmung zu kippen. Die Presse hatte „historische Blamage“ geschrieben, Fans forderten personelle Konsequenzen. De la Fuente, der an seinem 65. Geburtstag lieber Kuchen als Kritik gebacken bekommen wollte, reagierte mit nur einem Wechsel: Yamal rückte für den verletzungsbedingt pausierenden Ferran Torres in die Startelf – und wurde zum Matchwinner.
Yamal entzückt, oyarzabal erledigt den rest
Schon in der ersten Minute ließ der Barça-Flügel Hassan Kadesh stehen, dessen Grätsche ins Leere raste, während Yamal die Hereingabe von Dani Carvajal aus fünf Metern über die Linie drückte. Mikel Oyarzabal, zuvor noch sieglos im Turnier, doppelte nach starkem Solo von Dani Olmo nach (21.) und erhöhte per Kopfball nach einer Ecke von Yamal auf 3:0 (24.). Die Partie war gelaufen, Saudi-Arabiens Defensive wirkte wie ein offener Fahrplan.
Trainer Hervé Renard versuchte, mit einem Dreierwechsel der Druckphase entgegenzuwirken, doch seine Mannschaft fand kein Mittel gegen Spaniens Ballsicherheit. Kurz nach der Pause rutschte Hassan Al-Tambakti einen Querpass von Marc Cucurella ins eigene Tor – 4:0, die Vorentscheidung.

Debutant williams und die frage der belastung
In der 58. Minute nahm de la Fuente Yamal raus, eine Vorsichtsmaßnahme. Der Coach weiß, dass der Youngster nicht nur das Turnier tragen kann, sondern muss. Nico Williams durfte seine ersten WM-Minuten sammeln und zeigte mit zwei gefährlichen Dribblings, warum Athletic Bilbao ihn bereits mit einer neunstelligen Ausstiegsklausel absicherte. Saudi-Arabien kam bis zur Schlussminute nicht mehr gefährlich vor das Tor von Unai Simón – der Keeper hatte gerade einmal einen Ball festhalten müssen.
Die Statistik spricht für sich: 73 % Ballbesitz, 19:2 Torschüsse, 676 Pässe bei 91 % Quote. Spanien lief nicht nur an, Spanien dominierte mit einer Leichtigkeit, die an die großen Teams von 2010 erinnert.

Uruguay wartet – und mit ihm die wahrheit
Am Samstag, 2.00 Uhr MESZ, trifft Spanien auf Uruguay. Das 2:2 gegen Kap Verde zeigt: Der Gegner ist gefährlich, aber nicht unbesiegbar. Für de la Fuente zählt nur ein Sieg, denn erst dann ist der Achtelfinaleinzug fix. „Wir haben gezeigt, wer wir sind“, sagte er nach dem Spiel, „aber das war nur ein Schritt.“
Der nächste Schritt wird härter. Doch wer Yamal tanzen sah, weiß: Gegen diesen Zauberer hat selbst ein kompakter Block keine Chance. Die WM hat ihren ersten Superstar gefunden – und er trägt noch die Nummer 19.
Mit 32 Pflichtspielen ohne Niederlage unter de la Fuente ist Spanien auf Kurs. Die K.o.-Rufe sind verstummt, der Jubel laut. Mal sehen, wie lange.
