Belgien patzt gegen iran: rote karte und verpasste chance!

Dortmund – Belgien präsentierte sich bei der WM 2026 in Los Angeles alles andere als als Weltspitze. Gegen den Iran endete das zweiteGruppenspiel mit einem frustrierenden 0:0, das die Diskussionen um die „Goldene Generation“ neu entfacht. Ein Platzverweis für Nathan Ngoy und eine insgesamt blasse Leistung lassen die Chancen auf ein Weiterkommen schwinden.

Die roten teufel im abwärtsstrudel

Die roten teufel im abwärtsstrudel

Die Erwartungen an Belgien waren hoch, doch bislang hält die Mannschaft von Trainer Rudi Garcia nicht, was sie verspricht. Nach dem 1:1 gegen Ägypten folgt nun das zweite Remis in Folge, und die Kritik an der vermeintlich überalterten Mannschaft wächst. Kevin De Bruyne wirkte isoliert, Romelu Lukaku fand kaum statt. Die Offensive der Belgier agierte ohne Durchschlagskraft.

Das Team Melli hingegen, das unter schwierigen Bedingungen – die Anreise erfolgte erst 16 Stunden vor dem Spiel – anreisen musste, zeigte eine beeindruckende Moral. Trainer Ali Ghalenoei hatte seine Mannschaft gut eingestellt, und die Iraner verteidigten leidenschaftlich. Ein vermeintlicher Treffer von Mehdi Taremi wurde durch den VAR wegen Abseits annulliert, was die Enttäuschung im iranischen Lager groß war.

Ngoy bringt Belgien in Bedrängnis

Den entscheidenden Wendepunkt markierte der Platzverweis für Nathan Ngoy in der 66. Minute. Eine unkluge Notbremse gegen einen iranischen Angreifer kostete Belgien den Mann mehr und erschwerte die Aufgabe zusätzlich. Die Iraner nutzten die Überzahl, konnten aber keine entscheidende Chance herausspielen.

Die älteste Startelf der WM-Geschichte, mit einem Durchschnittsalter von 32,52 Jahren, offenbarte erneut ihre Grenzen. Die fehlende Frische und die mangelnde Flexibilität machten sich deutlich bemerkbar. Im Gegensatz dazu präsentierte sich der Iran als ein Team voller Leidenschaft und Kampfgeist.

Die Aufgabe für Rudi Garcia und sein Team ist klar: Gegen Neuseeland muss ein Sieg her, um die Hoffnungen auf das Weiterkommen am Leben zu erhalten. Doch angesichts der aktuellen Leistungen und der angespannten Atmosphäre im Team ist ein solcher Erfolg alles andere als garantiert.

Die Iraner hingegen haben trotz der schwierigen Umstände bewiesen, dass sie mit den besten Mannschaften der Welt mithalten können. Ihr Kampfgeist und ihre taktische Disziplin machen sie zu einem gefährlichen Gegner, der in der Gruppe G noch für einige Überraschungen sorgen könnte.