Belgien verpatzt wm-chance: iranisches torwart-wunder!
Los Angeles – Die belgische Nationalmannschaft hat in ihrer zweiten WM-Partie gegen den Iran ein erschreckendes Ergebnis erlebt: Ein frustrierendes 0:0, das die Hoffnungen auf eine mühelose Vorrundengruppe gefährdet. Belgien dominierte zwar das Spielgeschehen, fand aber kaum Mittel gegen eine kämpferisch glänzende iranische Mannschaft.
Var-entscheidung nimmt den belgiern den wind aus den segeln
Kurz vor der ersten Trinkpause sorgte der Iran für einen Schockmoment. Nach einem blitzschnellen Freistoß spielte Haji Safi den freistehenden Mehdi Taremi, der zum vermeintlichen Führungstreffer einschoss. Der Jubel der iranischen Fans wurde jedoch jäh abrupt, als der VAR eingriff und aufgrund einer Abseitsstellung auf den Treffer nicht entschied. Ein bitteres Signal für die Belgier, die sich sichtlich von der Entscheidung irritiert zeigten.
Die fehlende Durchschlagskraft im letzten Drittel war ein weiteres Problem der belgischen Mannschaft. Obwohl sie den Ball 81 Prozent der Spielzeit in ihrem Besitz hatten, fehlte es an der nötigen Kreativität und Dynamik, um die iranische Defensive zu knacken. Die Absenz des verletzten Jérémy Doku war deutlich spürbar, und die Angriffe wirkten oft ideenlos.
Romelu Lukaku erhielt bereits in der dritten Minute die Gelbe Karte nach einem riskanten Zweikampf mit Iran-Keeper Alireza Beiranvand. Kevin De Bruyne, Youri Tielemans und Maxim De Cuyper scheiterten ebenfalls an der gut organisierten iranischen Abwehr – oder an der sensationellen Leistung von Beiranvand.

Parade-künstler im iranischen tor vereitelt belgische bemühungen
Der iranische Torwart Beiranvand avancierte zum Mann des Spiels. Seine Parade gegen De Cuyper in der 44. Minute war bereits beeindruckend, doch seine Rettungaktion in der 59. Minute, als er aus dem Liegen einen Schuss von De Cuyper aus sechs Metern entschärfte, ging als legendär in die Annalen dieser WM ein.
Auch auf der anderen Seite hielt Belgien seinen Rückhalt. Thibaut Courtois parierte in der 14. Minute einen Schuss von Hossein Kanaani und vereitelte kurz nach der Pause einen Abschluss von Taremi aus kurzer Distanz. Doch die Leistungen von Beiranvand waren schlichtweg herausragend.
In der 67. Minute schoss sich Belgien dann selbst ins Bein. Innenverteidiger Nathan Ngoy verpatzte den Ball und musste zur Notbremse greifen – Gelb-Rote Karte! Die Iraner hatten nun fast 30 Minuten in Überzahl, konnten aber den Sack nicht zumachen.
Lo que nadie cuenta es que die iranische Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 32,52 Jahren einen neuen WM-Rekord aufstellte – die älteste Anfangsformation, die je bei einer Weltmeisterschaft antrat. Eine bemerkenswerte Leistung, die zeigt, dass Erfahrung und Kampfgeist auch im modernen Fußball eine entscheidende Rolle spielen.
Während der Hymne wurden Pfiffe und Buhrufe von Teilen der iranischen Exilgemeinde, die in Los Angeles lebt, zu hören sein. Ein Zeichen des Protests gegen das Regime in Teheran.
Die Nullnummer gegen den Iran hat Belgien vor eine Zwangssituation gestellt. Das nächste Spiel gegen Saudi-Arabien wird entscheidend sein, um die Chancen auf das Weiterkommen zu wahren. Doch eines ist klar: Die belgische Mannschaft muss ihre Angriffslust zurückgewinnen und eine neue Dynamik finden, wenn sie ihre WM-Träume nicht schon früh begraben will.
