Senegal am wm-rand: chaos, kontroversen und ein trainer ohne vertrag!
New Jersey – Ein Fiasko? Senegals WM-Reise scheint mehr von außen als von innen gesteuert zu werden. Schlagzeilen über schlechtes Essen, ausstehende Prämienzahlungen und ein Trainer ohne gültigen Vertrag überschatten die sportlichen Ambitionen der Mannschaft um Superstar Sadio Mané. Vor dem Duell mit Norwegen (Dienstag, 2:00 Uhr MESZ/MagentaTV) droht der frühe K.O. – und das trotz eines Spiels, das alles entscheidend macht.
Die abgehängten und das unbezahlte versprechen
Die Liste der Probleme ist lang. Neben der schonungslosen Aberkennung des Afrikameistertitels und den noch immer ausstehenden Prämien für den Afrika-Cup, berichten senegalesische Medien von Unzufriedenheit im Hotel, wo die Spieler auf externe Catering-Dienste angewiesen sind. Ein langjähriger Betreuer fehlt in der Delegation, was die Situation zusätzlich belastet. Doch das vielleicht Unglaublichste: Nationaltrainer Pape Thiaw soll seit Vertragsende im Februar ohne gültigen Kontrakt agiert haben.
Thiaw versuchte, die Lage herunterzuspielen. „Es hat zu lange gedauert, aber es ging nie um Geld, sondern vielmehr um Prinzipien und Respekt“, erklärte er. Der Verband und Thiaw hätten sich inzwischen geeinigt, doch Details wurden nicht preisgegeben. Die eigentliche Frage ist: Wie kann sich eine Nationalmannschaft auf das Spiel konzentrieren, wenn solche Querelen im Hintergrund brodeln?

Norwegen – das finale vor dem sechzehntelfinale
Sportlich steht Senegal vor einer enormen Herausforderung. Nach der 1:3-Pleite gegen Frankreich muss gegen Norwegen unbedingt ein Sieg her, um noch eine Chance auf das Sechzehntelfinale zu haben. „Es wird ein schwieriges und wichtiges Spiel. Für uns ist es ein Finale“, betonte Thiaw. „Wir dürfen uns keinen Fehler mehr erlauben und müssen die Punkte holen.“ Die Aufgabe ist klar, doch ob die Mannschaft in der Lage ist, die privaten Probleme beiseite zu schieben und eine konzentrierte Leistung abzurufen, bleibt abzuwarten. Die Fans in Senegal bangen – und fragen sich, ob ihre Mannschaft überhaupt bereit ist, diesen Kampf zu führen.
Die Wahrheit ist: Senegal spielt nicht nur gegen Norwegen, sondern auch gegen seine eigenen Dämonen. Ein Sieg am Dienstag wäre mehr als nur ein sportlicher Erfolg – er wäre ein Zeichen dafür, dass das Team trotz allem zusammengehalten hat. Ob dies gelingt, wird die Fußballwelt mit Spannung verfolgen.
