Sailgp: überraschungssieg in halifax – red bull italy verpasst finale!
Halifax, Kanada – Dramatik und Wetterkapriolen prägten das SailGP Wochenende. Während Artemis Racing und Explora Journey Swiss sich im Finale durchsetzten, verpasste Red Bull Italy knapp den Einzug ins Finale und muss seine Ambitionen in der Gesamtwertung neu justieren.
Stürmisches wochenende und überraschende qualifikationen
Die Organisatoren teilten das Feld aufgrund der unbeständigen Wetterbedingungen in zwei Gruppen. Ein heftiger Sturm sorgte am ersten Tag für gefährliche Situationen und verzögerte den Rennverlauf. Die Teams kämpften nicht nur gegen den Wind, sondern auch darum, ihre kostbaren F50-Katamarane unbeschadet zu halten. Im zweiten Durchgang besserte sich das Wetter, doch die Windgeschwindigkeiten näherten sich weiterhin der Grenze des Zulässigen – zeitweise erreichten die Boote über 75 km/h, was für atemberaubende, aber auch riskante Manöver sorgte.
Besonders bitter war die Situation für Emirates GBR, das als Zweiter der Gesamtwertung ins Rennen ging. Ein Fehler in einer Wertungslauf führte zu beschädigten Segeln und schloss den Briten den Weg ins Finale. Im Gruppenturnier kamen Artemis Racing mit dem australischen Skipper Nathan Outteridge sowie die überraschend starken Schweizer von Explora Journey Swiss unter der Leitung von Seb Schneiter durch. Aus Gruppe A qualifizierten sich die australischen Favoriten von Bonds Flying Roos mit Tom Slingsby am Steuer und die Spanier von Los Gallos mit Diego Botin.

Spanischer triumph im finale – red bull italy kämpft, verliert aber an boden
Das Finale bescherte den Zuschauern ein packendes Rennen, das mit einem überraschenden Sieg der Spanier von Los Gallos endete. Diego Botins Team setzte zum Schluss einen beeindruckenden Endspurt hin und überquerte als Erster die Ziellinie. Artemis Racing und Explora Journey Swiss folgten auf den Plätzen. Bonds Flying Roos, der klare Favorit auf den vierten Sieg in Folge, musste sich mit dem zweiten Platz begnügen, festigte aber seine Führung in der Gesamtwertung.
Für Red Bull Italy war das Wochenende enttäuschend. Das Team zeigte zwar deutliche Fortschritte in puncto Geschwindigkeit, wie bereits in New York zu beobachten war, doch es reichte nicht für den Einzug ins Finale. Mit einem vierten Platz, zwei Fünften und einem dritten Platz im Gruppenrennen landeten sie auf dem dritten Platz. Phil Robertson, der verantwortliche Skipper, steht vor der Herausforderung, das Team schnellstmöglich in die Top-Positionen zu führen. Der Rückstand auf den US Sail Team, das aktuell den vierten Platz belegt, beträgt bereits 19 Punkte.
Die Führung in der Gesamtwertung wird weiterhin von Bonds Flying Roos dominiert, die mit 62 Punkten deutlich vor Los Gallos (44 Punkte) und Emirates GBR (44 Punkte) liegen. Die italienische Mannschaft muss sich jedoch beeilen, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Mediterrane regattewoche: rolex t52 world championship und giraglia
Parallel zum SailGP-Event fanden in Porto Cervo, Sardinien, die Rennen des Rolex T52 World Championship statt. Der Italiener Checco Bruni, taktischer Partner auf dem Boot „Sled“ (mit Adam Beashel am Steuer), führte sein Team zu einem souveränen Sieg. Auch die traditionsreiche Loro Piana Giraglia wurde ausgetragen. Aufgrund von schwachem Wind wurde der Pass des Île du Levant gestrichen, was die Ankunftszeiten in Genua erheblich verlängerte. Arca SGR, geführt von Furio Benussi, sicherte sich den Sieg in der Real-Time-Wertung nach einem spannenden Duell mit Magic Carpet E. Der Erfolg in der IRC-Overall-Wertung ging an das türkische Team Arkas Blue Moon.
Das SailGP-Feld legt nun eine kurze Pause ein, bevor es am 25. und 26. Juli in Portsmouth, England, weitergeht – einem historischen Ort der Segelsporttradition. Die Teams werden zeigen müssen, ob sie aus den Erfahrungen in Halifax gelernt haben und bereit sind für die nächste Herausforderung. Die Spannung steigt!
