Hoeneß lobt dfb-team: „kämpferisch unglaubliches geleistet“ – trotz warnungen
Die deutsche Nationalmannschaft hat Uli Hoeneß überrascht und beeindruckt. Nach dem knappen Sieg gegen die Elfenbeinküste meldete sich der Ehrenpräsident der Bayern München am Rande des Basketball-Finales zwischen Bayern und Alba Berlin mit Lob, das er sich offenbar anders überlegt hatte. Denn wer erinnert sich da nicht an seine deutliche Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann vor der WM?

Nagelsmanns wechselkünste und hoeneß' frühere bedenken
Hoeneß’ Äußerungen sind umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass er Nagelsmann noch kürzlich für seine Kommunikation, insbesondere im Hinblick auf die Rückkehr von Manuel Neuer, kritisiert hatte. Auch die fehlende Konstanz in der Aufstellung war ihm ein Dorn im Auge. Doch die Leistung des Teams gegen die Elfenbeinküste hat ihn offenbar umgestimmt. „Wenn sie so zusammenwachsen und der Trainer immer so gut wechselt, kann es was werden“, so Hoeneß.
Die Unstimmigkeiten zwischen dem ehemaligen Bayern-Boss und dem Bundestrainer scheinen indes beigelegt zu sein. Ein persönliches Gespräch am Rande des Pokalfinales zwischen Bayern und Stuttgart soll zur Klärung beigetragen haben. Das zeigt, dass selbst in der Welt des Profifußballs Platz für Kompromisse und Anerkennung ist.
Die Leistung von Undav, der mit seinem Tor den Sieg gegen die Elfenbeinküste sicherstellte, wurde ebenfalls hoch gelobt. Doch Hoeneß betonte, dass dies noch lange kein Grund zur Selbstgefälligkeit sei. „Es sind noch schwere Brocken bis zum Titel“, mahnte er. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob das DFB-Team seine beeindruckende kämpferische Leistung bestätigen kann und ob Nagelsmanns taktische Flexibilität den entscheidenden Unterschied ausmacht.
Die deutsche Mannschaft hat bewiesen, dass sie zu kämpfen weiß. Nun gilt es, diese Energie und den Teamgeist beizubehalten und sich auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Denn im Fußball, so hat Uli Hoeneß eindrücklich gezeigt, kann sich die Situation schnell ändern.
