Werder-comeback? ex-coach werner glaubt fest an thioune

Die Luft in Bremen ist erfüllt von Hoffnung – und einer Prise Skepsis. Während die Werder-Fans bangen, ob der Klassenerhalt noch zu realisieren ist, äußert ein Mann, der die Grün-Weißen kennt wie seine Westentasche, optimistischen Ausblick: Ex-Trainer Ole Werner glaubt fest an die Fähigkeiten von Nachfolger Daniel Thioune und die Chance auf ein Happy End in der Bundesliga.

Die zahlen lügen nicht – aber sie erzählen nicht die ganze geschichte

Die zahlen lügen nicht – aber sie erzählen nicht die ganze geschichte

Die jüngste 2:1-Niederlage gegen RB Leipzig mag schmerzhaft gewesen sein, doch Werner sieht das große Ganze. "Die Bremer haben sich total stabilisiert," betont er in einem Interview. Und das, obwohl die Tabelle ein anderes Bild malt. Der VfL Wolfsburg, Schlusslicht der Liga, patzte mit einer deutlichen 3:6-Niederlage in Leverkusen, während HSV, Köln, Pauli und Mönchengladbach ebenfalls keine drei Punkte entführten. Die Konkurrenz schlief also – und das gibt Werder Luft zum Atmen.

Werner, der selbst über 3,5 Jahre am Osterdeich wirkte, erinnert daran, dass die Stimmung im Umfeld entscheidend sein kann. "Werder hat ein Umfeld, eine Stadt, hinter sich. Das wird dieses Jahr auch so passieren," so der ehemalige Coach, der weiß, wie wichtig die Unterstützung der Fans in entscheidenden Phasen sein kann.

Die Personalie Salim Musah, ein Eigengewächs, wird ebenfalls gelobt. Der junge Mittelfeldspieler schoss kürzlich sein erstes Bundesliga-Tor und demonstrierte sein Potenzial. Und Clemens Fritz, Werders Sportchef, räumte kürzlich Fehler in der Personalpolitik ein – ein Zeichen dafür, dass man sich des Drucks bewusst ist und bereit ist, Schlüsse zu ziehen.

Doch trotz aller positiven Signale bleibt die Wahrheit: Der Abstiegskampf ist eng. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Werder die nötige Konstanz und Durchschlagskraft beweisen kann, um den Klassenerhalt zu sichern. Die Hoffnung stirbt zuletzt – und Ole Werner gibt ihr in Bremen neuen Auftrieb.