Tvb stuttgart demontiert thw kiel: historischer sieg nach 21 niederlagen

Es war kein gewöhnlicher Donnerstagabend in der Handball-Bundesliga. TVB 1898 Stuttgart schlug den THW Kiel mit 32:27 – und beendete damit eine Serie, die für viele längst zur Naturgewalt geworden war: 21 Bundesliga-Niederlagen in Folge gegen den deutschen Rekordmeister. Vorbei. Geschichte. Endlich.

Stuttgart bricht einen fluch, kiel verliert mehr als zwei punkte

Was dieser Sieg für Stuttgart bedeutet, lässt sich nicht in Statistiken pressen. Über zwei Jahrzehnte Bundesliga-Begegnungen ohne einen einzigen Dreier gegen Kiel – das ist kein Pech, das ist ein Trauma. Und genau deshalb wird dieser 32:27-Erfolg in der Vereinsgeschichte der Stuttgarter eine eigene Seite bekommen.

Für THW Kiel und Trainer Filip Jicha ist es dagegen ein bitterer Dämpfer im Rennen um die Champions-League-Plätze. Wie schon in Gummersbach leistete sich die Mannschaft eine Schwächephase zur falschen Zeit – und zahlte den vollen Preis. Rasmus Ankermann war auf Kieler Seite noch einer der Aktivposten, doch das reichte nicht einmal ansatzweise.

Gummersbach gegen lemgo: ein tor, das in die annalen eingeht

Gummersbach gegen lemgo: ein tor, das in die annalen eingeht

Vor der Kulisse einer ausverkauften Schwalbe-Arena lieferten VfL Gummersbach und TBV Lemgo Lippe den zweiten Krimi des Spieltags. Julian Köster traf zum 500. Bundesligator seiner Karriere – und dieser Treffer war gleichzeitig der Gamewinner zum 28:27. Aber selbst nach dem Abpfiff war die Sache nicht klar: Lemgos letzter Wurf landete im Netz, der Videobeweis zeigte jedoch, dass der Ball erst nach der Sirene die Finger verlassen hatte. Torwart Dominik Kuzmanovic hatte keine Chance mehr gehabt – doch das Ergebnis blieb stehen. Gummersbach gewinnt, Gummersbach atmet auf.

Was noch kommt: magdeburg, flensburg und ein kellerduell mit sprengkraft

Was noch kommt: magdeburg, flensburg und ein kellerduell mit sprengkraft

Der Spieltag ist noch lange nicht vorbei. Am Samstag empfängt SG Flensburg-Handewitt den SC DHfK Leipzig – für Flensburg geht es darum, den zweiten Tabellenplatz von den Füchsen Berlin zurückzuerobern. Für Leipzig ist es schlicht eine Frage des Überlebens im Abstiegskampf.

Am Sonntag rollt der Spitzenreiter. SC Magdeburg empfängt die TSV Hannover-Burgdorf, die mit einem Coup im Norden ihren Tabellenstand aufbessern könnten. Das Hessenderby zwischen HSG Wetzlar und MT Melsungen hat eine pikante Note: Wetzlar will die Rote Laterne loswerden, Melsungen kämpft mit personellen Engpässen.

Tief unten in der Tabelle treffen HC Erlangen und GWD Minden aufeinander – 15 zu 12 Punkte, ein direktes Duell mit direkten Konsequenzen. Genauso eng ist es bei den Rhein-Neckar Löwen, die nach dem HBL-Punktabzug noch immer auf der Suche nach festem Boden sind, wenn der Bergische HC zu Gast kommt.

Den Abschluss macht am Montag das Duell zweier Traditionsvereine: Frisch Auf Göppingen gegen ThSV Eisenach. Zwei Punkte Abstand, beide mit dem Blick nach unten gerichtet. Wer verliert, rückt der Abstiegszone gefährlich nahe. So simpel. So brutal.