Kanadische stanley-cup-träume zerplatzen: canadiens am abgrund
Die Hoffnung auf eine kanadische Eisrückkehr in den Stanley Cup ist in brüchige Einzelteile zerfallen. Die Montreal Canadiens, das letzte Bollwerk der kanadischen Teams in der Meisterrunde, haben am Dienstag eine herbe 2:4-Niederlage gegen die Buffalo Sabres einstecken müssen. Nach drei Jahrzehnten ohne kanadischen Triumph wächst der Druck auf die Equipe von Coach Martin St. Louis.

Die enttäuschung in ottawa und edmonton
Die jüngsten Pleiten der Ottawa Senators und der Edmonton Oilers, angetrieben vom deutschen Ausnahmespieler Leon Draisaitl, hatten bereits die Alarmglocken schrillen lassen. Nun droht, dass Kanada erstmals seit 1993 ohne Stanley-Cup-Sieger dastehen wird – ein Schock für eine Nation, in der Eishockey mehr ist als nur ein Sport.
Die Sabres präsentierten sich als disziplinierte Einheit und neutralisierten die Offensivpower der Canadiens weitgehend. Ein glanzloser Auftritt von Montreal, der die Frage aufwirft, ob die Routiniers noch die nötige Energie für die Playoffs aufbringen können. Besonders die Defensive wies deutliche Schwächen auf, die die Sabres eiskalt ausnutzten.
Ein Lichtblick aus Anaheim: Während in Montreal die Stimmung gedrückt wird, konnten die Anaheim Ducks einen wichtigen Auswärtssieg gegen die Ex-Meister, die Vegas Golden Knights, feiern. Mit einem 3:1-Erfolg glich Anaheim die Serie aus und hielt die Hoffnung auf den Einzug ins Conference-Finale am Leben. Der Sieg gegen Edmonton in der vorherigen Runde hatte bereits gezeigt, dass mit den Ducks ein ernstzunehmender Herausforderer entstanden ist.
Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Canadiens ihre Nerven fassen und den Rückschlag gegen Buffalo verkraften können. Die kanadischen Fans bangen – der Schatten des Scheiterns wird immer länger. Die NHL Playoffs sind unberechenbar, doch die Zeichen stehen derzeit nicht gut für eine kanadische Erfolgsgeschichte.
