Playoff-krimi in seattle: stützle trifft, grubauer sitzt – und daccord kassiert sieben
Tim Stützle schoss die Ottawa Senators einen Schritt näher zur Postseason – und ließ nebenbei einen deutschen Torhüter im Regen stehen. Beim 7:4 der Senators bei den Seattle Kraken erzielte der 22-Jährige im dritten Drittel das 6:2, während Philipp Grubauer 60 Minuten lang ungenutzt auf der Bank saß. Seattle-Coach Dave Hakstol vertraute Joey Daccord – der kassierte alle sieben Gegentore.
Grubauer schaut zu, stützle liefert
Die Szene war symptomatisch für Grubauers Saison: Der Stanley-Cup-Sieger von 2022 ist in Seattle nur noch Backup. Seit der Rückkehr aus der Verletzungspause stand er zweimal zwischen den Pfosten – beide Male bei Niederlagen. Gegen Ottawa blieb er trocken, während Stützle seine 24. Saison-Goal erzielte und damit weiter zu den Topscorern der Senators zählt.
Die Kraken verlieren damit wichtige Punkte im Playoff-Rennen der Western Conference. Mit 78 Zählern rutschen sie auf Rang elf, der Rückstand auf die Wildcard wächst auf fünf Punkte. Ottawa dagegen festigt Rang zehn im Osten – und ist nur drei Punkte hinter Pittsburgh.

Peterka gewinnt, bleibt aber blass
In Columbus hatte J.J. Peterka mehr Glück als Grubauer. Die Utah Mammoth – so heißt das Franchise ab 2025 – schlugen die Blue Jackets 5:4 nach Verlängerung. Der Münchner blieb aber ohne Scorerpunkt, seine Serie bei drei Spielen ohne Torbeteiligung. Den Siegtreffer erzielte Dylan Cozens in der Overtime.
Peterkas Saisonbilanz bleibt dennoch solide: 21 Tore, 28 Assists – ein Pluswert für ein Team, das sich neu formiert. Utah liegt aktuell auf Playoff-Kurs, Rang acht im Westen. Die kommenden Woche wird zeigen, ob Peterka wieder ins Torkonto einzahlt – oder ob Grubauer endlich zurück zwischen die Pfosten darf.
