Stützle schießt ottawa richtung playoffs – und lässt seattle verzweifeln
Tim Stützle schlug in Seattle zu, als die Senators schon mit 6:2 flogen – und katapultierte Ottawa mit einem Handgelenksschuss mitten zurück ins Rennen um die Stanley-Cup-Playoffs. Der 22-Jährige traf beim 7:4-Auswärtssieg im dritten Drittel, zog die Kraken damit endgültig die Zähne und sammelte wertvolle Punkte im Wildcard-Krimi der Western Conference.
Deutsche stürmer im fokus – nur einer durfte jubeln
J.J. Peterka saß in Columbus 60 Minuten plus Verlängerung auf der Bank, durfte beim 5:4-Sieg der Utah Mammoth nicht mithalten. Kein Assist, kein Tor – und trotzdem zwei Punkte für Utah. Die Mammoth festigen damit den Playoff-Rang drei, während Peterka auf seine nächste Chance wartet. Der Stürmer aus München blieb ohne Scorerpunkt, bleibt aber ein Fixpunkt im Top-Six der Mammoth.
Seattle-Keeper Joey Daccord kassierte alle sieben Gegentreffer – ein Debakel, das Fragen aufwirft. Philipp Grubauer blieb komplett auf der Bank. Der deutsche Nationaltorwart war zuletzt Ersatz, jetzt droht ihm im Endspurt der Saison der komplette Ausfall. Kraken-Coach Dave Hakstol schwieg nach dem Spiel über seine Nummer eins – ein Schweigen, das laut ist.
Ottawa hingegen feiert den dritten Sieg in Serie. Die Senators liegen nur noch drei Punkte hinter dem letzten Wildcard-Platz. Stützle hat in den letzten fünf Spielen vier Tore erzielt – und beweist, warum Ottawa ihn vor drei Jahren an Position drei draftete. Die Post-Season ist kein Traum mehr, sie ist Plan.
Die Tabelle lügt nicht: Wer jetzt punktet, tanzt im April. Wer zögert, fliegt raus. Stützle hat sich entschieden – und Seattle die Entscheidung abgenommen.
