Stützle schießt ottawa in playoff-rennen – kraken versenkt
Tim Stützle schlug in Seattle zu, als es brenzlig wurde. Sein Tor zum 6:2 im dritten Drittel war nicht nur ein Treffer, sondern eine Kampfansage im Playoff-Krimi. Die Senators gewannen 7:4, und plötzlich riechen sie wieder die Postseason.
Deutscher blitz trifft, deutscher keeper sitzt
70 Minuten Eiszeit für Joey Daccord. Der US-Keeper kassierte alle sieben Gegentore – und bekam trotzdem Applaus. Denn Seattle warf alles nach vorne, nur um noch einmal ranzukommen. Zu nah kamen sie nie. Auf der anderen Seite: Philipp Grubauer, komplett in der Bude. Der Stanley-Cup-Champ von 2022 durfte nur zuschauen, wie sein Backup die Pucks aus dem Netz fischte.
Zwischen den Bands hatten die Senators die Hosen an. Stützle traf souverän aus dem Slot, nachdem Drake Batherson die Scheibe durch die Zohe gezogen hatte. Es war sein 26. Saisontor – und das mitte in der heißen Phase. Ottawa springt auf Platz sieben im Osten, drei Punkte vor den Red Wings. Noch acht Spiele. Die Atmosphäre im Climate Pledge Arena kochte, aber die Kraken verpufften.
Peterka gewinnt, bleibt blank
In Columbus ging es bis in die Overtime. Utah Mammoth – so heißt der neue Klub aus Salt Lake City – schlug die Blue Jackets 5:4. J.J. Peterka: 18 Minuten Eiszeit, kein Punkt, dafür zwei Hits und ein Schlagschatten, der die Scheibe kurz vor dem Siegtor weggefegt hätte. Die Wende kam durch einen Wraparound von Alex Turcotte. Utah hält Anschluss an die Wild Card, Peterka bleibt bei 43 Punkten. Nicht spektakulär, aber stabil.
Die Zahlen des Abends: zwei deutsche Akteure, zwei unterschiedliche Rollen. Einer schreibt sich in die Torschützenliste, der andere schaut von der Bank. So schnell kann Eishockey sein. Und so gnadenlos der Playoff-Kampf.
