Lustrinelli: meisterprämie im vertrag – schon vor dem aufstieg!

Ein Schachzug von geradezu genialer Voraussicht: Mauro Lustrinelli, der Mann, der den FC Thun vom Abstiegskandidaten zum Schweizer Meister geführt hat, schrieb sich bereits während der Saison in der Challenge League eine Meisterprämie in seinen Vertrag – ein Beweis seines unbändigen Glaubens an das Projekt und seines außergewöhnlichen Verhandlungsgeschicks.

Die meistermacher-mentalität des trainers

Die meistermacher-mentalität des trainers

Dass der 50-jährige Tessiner fest an den Erfolg glaubte, zeigte sich nicht nur in der vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2028, sondern eben auch in diesem mutigen Schritt, eine Prämie für einen möglichen Titel in der Super League zu fordern – zu einem Zeitpunkt, als der FC Thun noch in der zweiten Liga spielte. Ein kühner Move, der sich nun als glücklicher Volltreffer herausgestellt hat.

Die Geschichte des FC Thun unter Lustrinelli ist eine Sensation, ein Märchen, das nun auch international für Aufsehen sorgt. Mehrere Bundesligisten sollen im Winter bereits Interesse an dem Erfolgstrainer bekundet haben, sowohl im Dezember als auch im Februar sollen konkrete Angebote vorgelegen. Lustrinelli entschied sich jedoch bewusst, den eingeschlagenen Weg mit seinem Herzensklub fortzusetzen – eine Entscheidung, die sich nun in allerhöchstem Maße ausgezahlt hat.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Lusti, wie er im Volk genannt wird, hat Thun nicht nur zum Aufstieg in die Super League geführt, sondern auch direkt zum Meistertitel. Und das gegen vermeintlich haushohe Favoriten. Die Mannschaft hat sich unter seiner Führung zu einer wahren Einheit entwickelt, die mit Leidenschaft und taktischer Finesse jeden Gegner herausfordert.

Neben dem Interesse aus der Bundesliga, das sich nach dem Meistertitel voraussichtlich nochmals deutlich verstärken wird, gibt es nun auch Gerüchte über Klubs aus der italienischen Serie A, die Lustrinelli ins Auge gefasst haben. Ob der Coach auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie des FC Thun stehen wird, ist derzeit noch unklar – doch eines ist gewiss: Mauro Lustrinelli hat mit seinem außergewöhnlichen Erfolg nicht nur den FC Thun, sondern auch den Schweizer Fussball nachhaltig geprägt. Sein selbstbewusster Ansatz und sein unerschütterlicher Glaube an sein Team haben ein Märchen geschrieben, das so schnell niemand vergessen wird.