Magdeburg reist nach paris – noch ist der gruppensieg drin
Der SC Magdeburg steht vor seiner letzten Gruppenpartie in der EHF Champions League, und obwohl der Einzug ins Viertelfinale längst sicher ist, geht es gegen Paris Saint-Germain um mehr als nur Prestige. Ein Sieg in der Halle von PSG und gleichzeitig ein Ausrutscher des FC Barcelona gegen Pelister würden den Titelverteidiger noch auf Platz eins katapultieren.
Die rechnung ist denkbar einfach: magdeburg muss gewinnen und hoffen
Trainer Bennet Wieger weiß: „Wir können nur unser Hausaufgaben machen, der Rest liegt in Barcelona.“ Seine Mannschaft ist dafür gewappnet. Das Hinspiel gegen PSG gewann Magdeburg mit 37:31, und in dieser Saison ist der SCM noch ungeschlagen, wenn er fremde Hallen betritt. Gisli Kristjansson macht die Mentalität deutlich: „Wir stehen im Viertelfinale, deshalb wollen wir das gegen Paris auch gut beenden.“
Die Franzosen haben dagegen nichts mehr zu verlieren. Als gesicherter Gruppenvierter spielen sie nur noch um Ehre – doch genau das macht sie gefährlich. In der eigenen Halle vor eigenem Publikum wollen sie sich nicht als Sparringpartner präsentieren.

Der bundesliga-rhythmus gibt auftrieb
Schwung holten sich die Magdeburger am Wochenende. Das 35:30 gegen Hannover-Burgdorf war nicht nur ein Schlag gegen den Meisterschaftsrivalen, sondern auch ein Statement: Die Rotation funktioniert, die Torgefahr kommt aus allen Linien, und Keeper Mike Jensen zeigte einmal mehr, warum er zurzeit zur Weltspitze gehört.
Die Zahlen sprechen für Magdeburg: 12 Siege in 14 Gruppenspielen, 417 Tore erzielt – nur Barcelona war noch ein Tick effizienter. Die Trefferquote der Linkshänder-Kette um Kristjansson und Matthias Musche liegt bei 68 Prozent, ein Wert, den sonst nur Angriffsreihen in der Spitzen-Basketball-Bundesliga erreichen.

Barcelona als zugpferd – aber die katalanen sind nur menschlich
Parallel zum Paris-Spiel empfangen die Spanier Pelister. Auf dem Papier ein Selbstläufer. Doch der HC Pelister hat in dieser Saison schon zweimal gegen Top-Favoriten gepunktet: ein 28:28 in Kiel, ein 27:26 in Flensburg. Die Magdeburger wissen deshalb: Ein Punkt reicht, Barcelona wackelt schon mal.
Für die Fans beginnt der Abend vor dem Bildschirm. Dyn und DAZN zeigen die Partie live, Anwurf ist um 20.45 Uhr. Wer nicht streamen will, kann im Live-Ticker von Sport BILD mitfiebern – dort wird auch das Geschehen aus Barcelona parallel laufen.
Die botschaft vor dem flug: noch ist nichts verloren
Kapitän Lukas Mertens blickt gelassen nach vorn: „Wir haben 60 Minuten zu spielen, danach schauen wir auf die Tabelle.“ Die Rechnung mag komplex sein, der Plan ist simpel: Sieg einfahren, danach zuschauen – und vielleicht doch noch als Gruppensieger in K.o.-Phase starten. Die Reise nach Paris ist deshalb keine Erfolgsfeier, sondern ein letztes Gruppenspiel mit offenem Ende.
