Liv golf: o’neil kündigt neuausrichtung und wachstum an
Washington D.C. – Scott O’Neil, der CEO von LIV Golf, hat in einem seltenen öffentlichen Auftritt eine ambitionierte Strategie zur Neupositionierung der umstrittenen Liga vorgestellt. Inmitten anhaltender Kritik und finanzieller Investitionen deutet O’Neil an, dass LIV Golf bereit ist, sich neu zu erfinden und eine nachhaltige Zukunft im Golfsport zu sichern – ein Unterfangen, das ihn offenbar „deutlich weniger schlafen“ lässt.
Der fokus liegt auf teamformat und wachsenden zuschauerzahlen
O’Neil betonte während der Veranstaltung in Virginia die zunehmende Beliebtheit des Teamformats, das LIV Golf auszeichnet. Die Zuschauerzahlen bei den bisherigen Turnieren in Australien (115.000), Südafrika (100.000) und Großbritannien (60.000, erwartet werden dieses Jahr mehr) sprechen laut O’Neil für sich. “Man fängt an zu spüren, dass die Teams einen Einfluss haben“, erklärte er selbstbewusst. Zuvor seien ihm ständig Zweifel entgegengebracht worden, ob sich LIV Golf in den Vereinigten Staaten überhaupt Zuschauer kaufen könne. Doch die Zahlen in Indianapolis (60.000), Dallas (50.000), Chicago (45.000) und Detroit (43.000) widerlegen diese Skepsis.
“Abgesehen von der Formel 1 gibt es keinen anderen Ort, an dem globale Geschäftspartner einen solch weltweiten Einfluss erzielen können“, so O’Neil, was darauf hindeutet, dass LIV Golf sich als attraktive Plattform für Sponsoren versteht.
Die finanzielle Seite der Medaille wird ebenfalls neu ausgerichtet. LIV Golf hat die Beratungsunternehmen AlixPartners und Ducera Partners beauftragt, um die Gewinnmaximierung zu unterstützen. O’Neil kündigte außerdem die Verpflichtung neuer Führungskräfte an und berichtete von der Bereitschaft erfahrener Spieler, ihn bei der Suche nach Investoren zu unterstützen. “Wo erlebt man denn sonst so etwas?“, fragte er rhetorisch.

Spielerengagement und zukünftige pläne
Ein zentraler Punkt der Strategie ist die Anpassung der Spieler. “Wir müssen, dass sich die Spieler anpassen, sich engagieren und sich auf den Golfsport konzentrieren“, forderte O’Neil. Gleichzeitig soll ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickelt werden, das sowohl wirtschaftlich als auch finanziell Sinn ergibt. Die Spieler sollen zudem flexibler sein und neben den 14 Wochen im LIV-Kalender auch an anderen Turnieren teilnehmen können. “Wenn man die besten Spieler der Welt öfter zusammen sehen will, dann sollten wir das in den anderen 38 Wochen der Saison ermöglichen“, so O’Neil.
Die Unterstützung der Spieler, insbesondere der erfahrenen Kapitäne, ist für O’Neil von unschätzbarem Wert. “Ihr Einfluss auf den Golfsport, auf LIV Golf und auf mich ist unermesslich“, betonte er. Die Zukunft von LIV Golf mag noch ungewiss sein, aber O’Neil scheint entschlossen, die Liga zu einem festen Bestandteil der Golfwelt zu etablieren – ein Unterfangen, das mehr als nur ein paar schlaflose Nächte kosten wird.
