Las palmas: ruhe im sturm oder fassade?
Die Stimmung im Umfeld von UD Las Palmas ist angespannt – und das obwohl der Aufstiegskampf noch nicht entschieden ist. Während andere Klubs bereits in Panik geraten, scheint im Team von Kirian ein überraschender Optimismus zu herrschen. Doch hinter der Fassade der Ruhe könnten Zweifel und Nervosität lauern.

Die botschaft des vestuarios: gelassenheit trotz druck
Nach der 2:0-Niederlage gegen Málaga wurde Kirian in der Pressekonferenz befragt. Seine Antwort war eindeutig: „Die Botschaft im Vestuario ist Ruhe. Wir suchen jede Woche nach Möglichkeiten, uns für den Aufstieg zu kämpfen.“ Eine Aussage, die er wiederholt, und die darauf abzielt, die Fassade der Gelassenheit aufrechtzuerhalten. Doch die jüngste Formkurve der Mannschaft wirft Fragen auf.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Druck auf den Trainer zunimmt. In den Fachkreisen wird gemunkelt, doch Kirian lässt sich nicht beirren: „Wir vertrauen darauf und werden bis zum Ende der Saison an dieser Idee festhalten.“ Seine Überzeugung scheint unerschütterlich, obwohl die Ergebnisse nicht immer stimmen.
Ein zusätzlicher Motivationsschub? Kirian sieht den Ausschluss aus den direkten Playoff-Plätzen sogar als Vorteil: „Es ist ein zusätzlicher Motivationsschub. Wir dürfen das nicht aus den Händen geben, und ich bin überzeugt, dass wir es mit Haut und Haaren erreichen werden.“ Eine kühne Behauptung, angesichts der aktuellen Tabellenlage.
Doch es gibt auch einen Seitenhaken. Der umstrittene Elfmeter für Málaga, bei dem der Torwart Miyashiro zu Boden brachte, sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Der CTA hat die Situation analysiert, Kirian jedoch möchte sich nicht in eine Diskussion verwickeln lassen: „Ich bin der Meinung, dass die, die reinkommen, auch wieder rausgehen müssen. Vielleicht hat es uns mal umgekehrt erwischt. Man muss das akzeptieren, auch wenn es wahrscheinlich ein anderes Spiel gewesen wäre.“
Die Wahrheit liegt oft im Detail. Während die Verantwortlichen und Fans sich Sorgen machen, scheint im Vestuario von Las Palmas eine Art kollektiver Realitätsverlust zu herrschen. Ob diese Ruhe tatsächlich eine Stärke ist oder lediglich eine kurzfristige Strategie zur Schadensbegrenzung, wird die Zukunft zeigen. Doch eines ist klar: Der Kampf um den Aufstieg wird bis zum letzten Spieltag hart und unvorhersehbar bleiben. Die Hoffnung auf den Aufstieg schwindet, und die Frage ist, ob die vermeintliche Ruhe im Sturm tatsächlich trägt oder ob ein Umbruch unausweichlich ist.
